Axel Kober

„Musikalisch und menschlich ein Gewinn für die Duisburger Philharmoniker“ – so lautete der bündige Kommentar der West­deutschen Allgemeinen Zeitung, nachdem im Februar 2019 Axel Kobers Berufung zum General­musik­direktor bekannt geworden war. Schon nach dem Abschied seines Vorgängers Giordano Bellincampi hatte Axel Kober hier als Chef­dirigent Verantwortung übernommen. Als General­musik­direktor der Deutschen Oper am Rhein ist er dem Orchester, das sich mit einem über­wältigenden Votum für Kober entschied, seit vielen Jahren bestens vertraut – nun bündeln sich für zunächst drei Jahre in seiner Hand die Zuständig­keiten für Bühne und Konzertpodium.

Axel Kober wurde im ober­fränkischen Kronach geboren, nur etwa 50 Kilometer entfernt von der Wagner-Fest­spiel­stadt Bayreuth. Hier sammelte Kober bereits als Jugend­licher bei Proben­besuchen wichtige Eindrücke; hier steht er seit 2013 regelmäßig am Pult, zuletzt mit „Der fliegende Holländer“.

Nach dem Studium in Würzburg trat der Musiker 1994 seine erste Stelle am Staats­theater Schwerin an. 1998 ging er ans Theater Dortmund, wo er zuletzt als 1. Kapell­meister und stell­vertre­tender GMD arbeitete. Diese Position hatte er ab 2005 auch in Mannheim inne, bevor er 2007 als Musik­direktor und musika­lischer Leiter an die Oper Leipzig wechselte. Er war regel­mäßiger Gast beim „Großen Konzert“ des Gewand­haus­orchesters und dirigierte Konzerte des NDR Sinfonie­orchesters Hamburg, des WDR Funk­haus­orchesters, des Bruckner­orchesters Linz, der Düssel­dorfer Symphoniker, der Dort­munder Phil­harmoniker, des Orchestre Philharmonique de Strasbourg und der Slowenischen Philharmonie.

Mit der Spielzeit 2009/2010 kam Axel Kober als General­musik­direktor an die Deutsche Oper am Rhein. Von der Barock­oper bis zu Zeit­genössischem, von Mozart über italienische Oper, Wagner und Strauss bis zur klassischen Operette und wichtigen Opern des 20. und 21. Jahr­hunderts setzt er hier in einem breiten Repertoire Akzente. Auch bei mehreren Produk­tionen des „Ballett am Rhein“ in den gefeierten Choreo­graphien Martin Schläpfers übernahm Axel Kober die musika­lische Leitung. Heraus­ragend u. a. die prämierten Produk­tionen des „Brahms Requiem“ im Ballett, Alban Bergs „Wozzeck“ in der Regie von Stefan Herheim und Kobers erste voll­ständige Ein­studierung von Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in der Insze­nierung von Dietrich Hilsdorf in Düsseldorf und Duisburg.

Diese detaillierte Kenntnis der Musik Wagners bewies Kober im Januar 2019 an der Wiener Staats­oper, als er dort einen von Presse und Publikum gleicher­maßen bejubelten „Ring-Zyklus“ leitete. Nach diesem viel­beach­teten Erfolg wird er 2020 in Wien u. a. mit Webers „Der Freischütz“ zu erleben sein.

Axel Kober ist zudem gern­gesehener Gast an weiteren führenden Opern­häusern Europas. So führten ihn Gast­spiele u. a. an die Königliche Oper Kopenhagen, das Theater Basel und an die Hamburger Staats­oper, wo er zuletzt Verdis „Macbeth“ und Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ dirigierte. 2020 ist eine Neu­produktion von Verdis „Falstaff“ geplant. Mit „Tristan und Isolde“ war Axel Kober an der Opéra du Rhin Strasbourg, mit „Elektra“ wiederholt an der Semper­oper Dresden zu erleben. An der Deutschen Oper Berlin dirigiert er regel­mäßig Werke wie „Die Frau ohne Schatten“, „Parsifal“, „Tannhäuser“, „Lohengrin“. Kürzlich war er mit „Der fliegende Holländer“ dort erneut zu Gast. Am Opern­haus Zürich steht Axel Kober 2019 bei „Tannhäuser“ und „Der Freischütz“ wieder am Pult.

Stand 15.05.2019
Foto: Susanne Diesner

Auftritte in der Spielzeit 2019/2020:

 

Auftritte in der Spielzeit 2018/2019:

 

Auftritte in der Spielzeit 2017/2018:

In der Spielzeit 2016/2017 tritt Axel Kober im 10. Philharmonischen Konzert auf (Mi 26. / Do 27. April 2017).