Axel Kober

„Musikalisch und menschlich ein Gewinn für die Duisburger Philharmoniker“ – so lautete der bündige Kommentar der West­deutschen Allgemeinen Zeitung, nachdem im Februar 2019 Axel Kobers Berufung zum General­musik­direktor bekannt geworden war. Schon nach dem Abschied seines Vorgängers Giordano Bellincampi hatte Axel Kober hier als Chef­dirigent Verantwortung übernommen. Als General­musik­direktor der Deutschen Oper am Rhein ist er dem Orchester ohnehin seit der Spiel­zeit 2009/2010 bestens vertraut – so bündeln sich nun seit der vergangenen Saison die Zustän­dig­keiten für Bühne und Konzert­podium in seiner Hand.

An den führenden Opern­häusern Europas ist Axel Kober ein gern­gesehener Gast. Die Wiener Staats­oper lud den mittler­weile inter­national ausge­wiesenen Wagner-Experten im Januar 2019 zu einem „Ring-Zyklus“ ein, der von Publikum und Presse gleicher­maßen bejubelt wurde. „Dirigent Axel Kober ist für Wiener Wagnerianer die wichtigste Ent­deckung“, schrieb der renommierte Kritiker Wilhelm Sinkovicz. Mit Webers „Der Freischütz“ und Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“ wird Kober 2020 und 2021 an die Wiener Staatsoper zurück­kehren. Auf dem grünen Hügel von Bayreuth steht Axel Kober seit 2013 regel­mäßig am Pult. Nach „Tannhäuser“ und „Der fliegende Holländer“ war er eingeladen, im Sommer 2020 „Lohengrin“ und „Tannhäuser“ im mystischen Graben zu dirigieren. „Tannhäuser“ wird Axel Kober 2021 auch in Tokio dirigieren. Mit den großen Meister­werken von Verdi, Wagner und Strauss ist Axel Kober regel­mäßig an der Semper­oper Dresden, der Deutschen Oper Berlin, dem Opern­haus Zürich und der Hamburger Staats­oper, zuletzt mit „Falstaff“, zu Gast. Zu seinen weiteren Stationen zählen die Opern­häuser in Strasbourg, Basel und Kopenhagen.

Axel Kober wurde im ober­fränkischen Kronach geboren, nur etwa 50 Kilometer entfernt von der Wagner-Fest­spiel­stadt Bayreuth. Nach dem Studium in Würzburg bei Prof. Günther Wich trat Kober 1994 seine erste Stelle am Staats­theater Schwerin an. 1998 ging er ans Theater Dortmund, wo er als 1. Kapell­meister und stell­vertre­tender GMD arbeitete. Diese Position hatte er ab 2005 auch in Mannheim inne, bevor er 2007 als Musik­direktor und musika­lischer Leiter an die Oper Leipzig wechselte. Hier war er auch in Konzerten des Gewand­haus­orchesters zu erleben.

Mit der Spielzeit 2009/2010 wechselte Axel Kober als General­musik­direktor an die Deutsche Oper am Rhein. Hier setzt er in einem breiten Repertoire Akzente – von der Barock­oper über Mozart bis zu den Italienern, von Wagner über die klassische Operette bis zum zeit­genössischen Musik­theater. In Düsseldorf und Duisburg entstand ab 2017 auch Axel Kobers erste vollständige Einstu­dierung von Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in der Insze­nierung von Dietrich W. Hilsdorf. Ein Live­mitschnitt der konzer­tanten Ring­auf­führung in der Phil­harmonie Mercator­halle mit den Duis­burger Phil­har­monikern wurde beim Label CAvi veröffentlicht. Bei mehreren Produk­tionen des „Ballett am Rhein“ in den gefeierten Choreo­graphien Martin Schläpfers über­nahm Kober die musika­lische Leitung, in dessen Tätig­keit als GMD das Ballett seit jeher einen großen Stellenwert einnimmt.

Seine aktive Tätigkeit auf dem Konzert­podium führte ihn unter anderem zu den Sinfonie­orchestern des WDR und NDR, zum Bruckner­orchester Linz, zum Orchestre Philharmonique de Strasbourg und zur Slowenischen Phil­harmonie. Mit den Duis­burger Phil­har­monikern gastierte er zuletzt im Concertgebouw Amsterdam.

Vier Philharmonische Konzerte der Spielzeit 2020/2021 stehen unter Axel Kobers Leitung. Der klassischen Klang­rede Haydns und Mozarts stellt er das roman­tische Melos in Felix Mendelssohn Bartholdys Violin­konzert und seiner Sinfonie-Kantate „Lobgesang“ gegenüber. Max Regers Hiller-Varia­tionen und Alexander Zemlinskys „Die See­jungfrau“ stehen für die krisen­hafte Über­gangs­epoche zwischen Romantik und Moderne. Restlos über­wunden sind diese Krisen in den eleganten, tanz­beschwingten Partituren von Boris Blacher, Francis Poulenc und Bernd Alois Zimmermann.

Stand 15.05.2020

Auftritte in der Spielzeit 2020/2021:

Auftritte in der Spielzeit 2019/2020:

 

Auftritte in der Spielzeit 2018/2019:

 

Auftritte in der Spielzeit 2017/2018:

In der Spielzeit 2016/2017 tritt Axel Kober im 10. Philharmonischen Konzert auf (Mi 26. / Do 27. April 2017).

Foto: Susanne Diesner