
Der gläserne Berg
4. Philharmonisches Konzert
Duisburger Philharmoniker
Axel Kober Dirigent
Anna Graenzer Erzählerin
Heidi Elisabeth Meier Sopran
Elise Kliesow Sopran
Sarah Ferede Mezzosopran
David Fischer Tenor
Torben Jürgens Bassbariton
Kinderchor der Akademie für Chor und Musiktheater
Justine Wanat Choreinstudierung
Magdalena Schnitzler Szenische Einrichtung
Aaron Stratmann Lichtinstallation
Kerstin Schüssler-Bach Dramaturgie
Wolfgang Wiechert Musikalische Assistenz
Felix Dennhardt Regieassistenz
Philharmonischer Chor Duisburg
Marcus Strümpe Choreinstudierung
Das 4. Philharmonische Konzert hält mit „Der gläserne Berg“ eine echte Rarität bereit: Komponiert wurde dieses nachtdunkle Weihnachtsmärchen von Walter Braunfels, dessen vielversprechende Karriere durch das Aufführungsverbot der Nazis ein jähes Ende fand. Nach 1945 geriet er fast komplett in Vergessenheit, in den meisten Konzertführern suchen wir seine Werke vergebens. Erst langsam werden sie wiederentdeckt, etwa die zu seinen Lebzeiten äußerst erfolgreiche Oper „Die Vögel“.
Insofern leisten die Duisburger Philharmoniker unter ihrem Generalmusikdirektor Axel Kober mit einer szenischen Einrichtung von „Der gläserne Berg“ einen wichtigen Beitrag zur Braunfels-Renaissance. Ein Prinz wurde von einer bösen Fee in den Berg eingesperrt, und nur in der Weihnachtsnacht kann er von diesem Zauber erlöst werden. Hilfe naht in Gestalt einer jungen Königstochter – mit Unterstützung des Adventssterns und des Christkinds. Hier zeigt sich auch die für Braunfels, der nach dem Kriegsdienst zum Katholizismus konvertierte, so typische religiöse Thematik.
Mit einem sakralen Topos setzt sich auch das „Gloria“ aus der Feder von Francis Poulenc auseinander, das populärste Chorwerk des französischen Tonschöpfers mit einem Hang zum Humoristischen. Trotz des liturgischen Textes wurde es jedoch nicht für die Kirche, sondern für die weltliche Sphäre des Konzertsaals komponiert. Die gelegentlich „falsche“ Deklamation des lateinischen Textes entbehrt nicht einer gewissen Komik, und im zweiten Satz bricht sich eine völlig unliturgische Fröhlichkeit Bahn. Derart unbekümmert wurde dieser Text zuvor vermutlich noch nie in Töne gesetzt.
Öffentliche Probe
Dienstag, ab 11:30 Uhr,
Eintritt frei
Fotos:
Axel Kober · Susanne Diesner
Heidi Elisabeth Meier · Jessica Alice Hath
Philharmonischer Chor Duisburg · André Symann