Die Generalmusikdirektoren

Giordano Bellincampi wurde in Rom geboren und lebt seit 1976 in Dänemark. Er studierte Bassposaune und Dirigieren an der Königlich Dänischen Musikakademie Kopenhagen; als Posaunist war er u.a. im Königlich Dänischen Orchester Kopenhagen engagiert. Die Kopen­hagener Philharmoniker ernannten Giordano Bellincampi 1997 zum ersten Gastdirigenten und 2000 zum Musikdirektor. Von hier wechselte er 2005 als Generalmusik­direktor an die Danish National Opera – ein Amt, das er bis 2013 innehatte. Außerdem leitete er als Chefdirigent von 1997 bis 2000 die Athelas Sinfonietta Kopenhagen, das führende Avantgarde-Ensemble Dänemarks.

Giordano Bellincampi, GMD
Nach seinem Debüt an der Königlichen Oper in Kopen­hagen im Frühjahr 2000 (mit Puccinis „La Bohème“) hat er an dem dänischen Traditionshaus zahlreiche italienische Opern dirigiert, darunter Verdis „Falstaff“, „La Traviata“, „Il Trovatore“ und „Aida“. Am Pult der Deutschen Oper am Rhein gab Giordano Bellincampi sein Debüt im Januar 2005 mit Puccinis „La Bohème“, gefolgt vom Doppel­abend „Cavalleria Rusticana / I Pagliacci“. Nachdem er im Herbst 2013 die Neuproduktion von Verdis „Luisa Miller“ dirigiert hatte, betreute er im Frühsommer 2014 die Wiederaufnahme von Vincenzo Bellinis „Norma“. Sein „grandioses Debüt“ (NRZ) als Konzertdirigent in Duisburg feierte Giordano Bellincampi zu Beginn der Spielzeit 2011/12 mit Werken von Schumann, Webern, Debussy und Barber.

Als gefragter Gastdirigent ist Giordano Bellincampi darüber hinaus regelmäßig auf den bedeutenden Konzert­podien der Welt zu erleben. Langjährige Beziehungen bestehen zu den großen skandinavischen Orchestern in Kopenhagen, Stockholm, Bergen und Malmö, Stavanger und Trondheim. Weitere Engagements führten den Dirigenten unter anderem zum Rotterdam Philharmonic Orchestra, RTÉ National Symphony Orchestra Dublin und zum Royal Flemish Philharmonic, zur Prague Philharmonia und den Sinfonieorchestern von St. Petersburg und Toronto. In seiner italienischen Heimat leitete er u.a. das Orchestra di Padova e del Veneto, das Orchestra della Toscana und das Mailänder Orchester „I Pomeriggi“ dem er auch als Chefdirigent vorstand. Mit Dirigaten beim Guangzhou Symphony Orchestra und dem KBS Symphony Orchestra dehnte Giordano Bellincampi seine künstlerische Arbeit in den letzten Jahren bis nach Ostasien aus. Darüber hinaus ist er auch im Aufnahmestudio kontinuierlich aktiv. Er hat bereits eine stattliche Reihe von CDs vorgelegt – u.a. mit Werken von Johan Svendsen, Carl Nielsen, Vagn Holmboe, Per Nørgård, William Walton und Benjamin Britten.

Zusätzlich zu seinem Duisburger Amt übernahm Giordano Bellincampi 2013 die Chefposition beim Kristian­sand Symphony Orchestra. Nach zwei glanzvollen Gast­spielen beim Auckland Philharmonia Orchestra warb man auch „down under“ erfolgreich um den viel beschäftigten Dirigenten: Ab 2016 wird er für zunächst drei Jahre als Musikdirektor in der neuseeländischen Metropole wirken.

Giordano Bellincampi wird die Duisburger Philharmoniker im Sommer 2017 verlassen. Diese Entscheidung begründete er mit den zahlreichen Verpflichtungen, die er als Chefdirigent des Kristiansand Symphonieorchesters in Norwegen und des Auckland Philharmonia Orchestra hat. Außerdem möchte er sich Freiräume für zunehmende weltweite Anfragen nach Gastdirigaten bewahren. Bellincampi ist seit 2012 Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker und freut sich bis zu seinem Abschied noch „… höchst spannende künstlerische Herausforderungen für sich und für das Orchester zu erarbeiten.“

Städtische Kapellmeister und
Generalmusikdirektoren der Duisburger Philharmoniker

  • Hermann Brandt (1877-1893)
  • Walther Josephson (1899-1920)
  • Paul Scheinpflug (1920-1928)
  • Eugen Jochum (1930-1932)
  • Otto Volkmann (1933-1945)
  • Richard Hillenbrand (1945-1946)
  • Georg Ludwig Jochum (1946-1970)
  • Walter Weller (1971-1972)
  • Miltiades Caridis (1976-1981)
  • Lawrence Foster (1982-1987)
  • Alexander Lazarew (1988-1993)
  • Bruno Weil (1994-2002)
  • Jonathan Darlington (2002-2011)
  • N.N. 2011/2012
  • Giordano Bellincampi (ab 2012)