Die Duisburger Philharmoniker

Die Duisburger Philharmoniker zählen zu den wich­tig­sten Institutionen der nordrhein-west­fäli­schen Kultur­land­schaft. Innerhalb der deutschen Orchester­szene genießen sie als kompetenter und leistungs­starker Klang­körper auf dem Konzert­podium wie im Orchester­graben einen ausgezeichneten Ruf.

Duisburger Philharmoniker: Die 2. Violinen
Duisburger Philharmoniker: Die Violen

1877 als „Neue Städtische Kapelle“ gegründet, feiern die Duisburger Philharmoniker 2017 ihr 140-­jähriges Bestehen. Auch in der Jubiläums­saison bilden die zwölf Philharmonischen Konzerte den Mittelpunkt der Aktivitäten. Hier werden Zentral­werke der sinfonischen Tradition vom Barock bis zur Moderne in Zusammenarbeit mit international renommierten Dirigenten erarbeitet. In den letzten Jahren standen hier Persönlichkeiten wie Kirill Petrenko, Antoni Wit, Vladimir Spivakov und Stefan Solyom am Pult. Auf Jonathan Darlington, der das Orchester seit 2002 als General­musikdirektor entscheidend geformt hatte, folgte im Herbst 2012 der italienisch-dänische Dirigent Giordano Bellincampi. Mit der Konzert­saison 2017/2018 übernimmt Axel Kober, Generalmusik­direktor der Deutschen Oper am Rhein, für zwei Spielzeiten als Chef­dirigent die Leitung der Duisburger Philharmoniker.

Duisburger Philharmoniker: Die Violoncelli

Führende Vertreter der internationalen Klavierszene wie Barry Douglas, Elisabeth Leonskaja, Till Fellner, Angela Hewitt und Imogen Cooper waren im Rahmen der Philharmonischen Konzerte ebenso zu erleben wie die Weltklasse-Geiger Pinchas Zukerman, Frank Peter Zimmermann, Daniel Hope, Isabelle Faust und Chloë Hanslip. Daneben setzten Star-Cellisten wie Antonio Meneses, Sol Gabetta, Matt Haimovitz, Daniel Müller-Schott, David Geringas, Lynn Harrell und Steven Isserlis Glanzlichter auf dem philharmonischen Podium. Darüber hinaus laden die Duisburger Philharmoniker in jeder Konzertsaison besonders profilierte Musiker unserer Zeit als „Artists in Residence“ ein. So konnten in den letzten Jahren der Hornist Radek Baborák, der Bratscher Antoine Tamestit, die Pianisten Evgeni Koroliov und Stefan Vladar, die Geiger/innen Susanna Yoko Henkel, Carolin Widmann und Kolja Blacher, der Cellist Nicolas Altstaedt, der Tenor Christoph Prégardien, das Fauré Klavierquartett sowie das Auryn Quartett ein breites Spektrum ihrer künstlerischen Arbeit präsentieren.

Duisburger Philharmoniker: Die Kontrabässe

Die Duisburger Philharmoniker haben sich schon immer leidenschaftlich für die zeitgenössische Musik engagiert und zahlreiche Werke aus der Taufe gehoben – so etwa von Wolfgang Rihm, Krzysztof Meyer, Jürg Baur, Manfred Trojahn, Cristóbal Halffter und Gerhard Stäbler. Auch die Alte Musik hat in Duisburg ein bedeutendes Forum: Werke des Barock und der Frühklassik werden in jeder Spielzeit mit führenden Vertretern der historischen Aufführungs­praxis wie Bruno Weil, Ton Koopman, Reinhard Goebel, Konrad Junghänel und Ottavio Dantone stilkritisch beleuchtet.

Duisburger Philharmoniker: Die Holzbläser

Die zweite Heimat der Duisburger Philhar­moniker bildet traditionell der Orchestergraben des Theaters Duisburg. Die erfolgreiche Theaterehe mit dem Düsseldorfer Opernhaus als „Deutsche Oper am Rhein“ feierte 2016 ihr 60-jähriges Jubiläum. Ihr Fortbestand konnte auch durch das leidenschaftliche Engagement der Duisburger Philharmoniker weiterhin gesichert werden – dafür wurden sie 2013 mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet.

Duisburger Philharmoniker: Die Fagotte und Hörner

Über Crossover-Projekte, Open-Air-Konzerte und das innovative konzert­pädagogische Projekt „klasse.klassik“ haben die Duisburger Philharmoniker neue Hörer­schichten erschlossen. Dazu kommen regelmäßige Gastspiele in den Nachbarstädten und die Mitwirkung an großen Musikfestivals wie der Ruhr­triennale oder dem Essener Avantgarde-Festival NOW. 2010 brachten die Duisburger Philharmoniker im Verbund mit weiteren Chören und Orchestern aus Nordrhein-Westfalen unter der Leitung von Lorin Maazel Mahlers „Sinfonie der Tausend“ im Landschaftspark Duisburg-Nord zur Aufführung – ein markanter Beitrag zum 100. Jubiläum der Urauf­führung. Nicht minder eindrucksvoll war im Sommer 2011 die Produktion von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ in der Jahrhunderthalle Bochum, inszeniert von Willy Decker, dirigiert von Kirill Petrenko.

Duisburger Philharmoniker: Die Blechbläser

Gastspielreisen führten das Orchester außerdem nach Großbritannien, Griechenland, Spanien, Finnland, Litauen, Polen, Russland und China, in die Schweiz, die Niederlande und die Türkei. International präsent sind die Duisburger Philharmoniker auch durch ihre CD-Einspielungen beim Label Acousence. Die Aufnahme des Violinkonzerts von PeterTschaikowsky mit der Solistin Susanna Yoko Henkel erhielt 2011 den begehrten ECHO Klassik. Ein Konzert mit der deutsch-japanischen Geigerin und den Duisburger Philharmonikern unter Leitung von GMD Giordano Bellincampi wurde im Juni 2013 vom WDR mitgeschnitten und auf DVD veröffentlicht; auf dem Pro­gramm standen Max Bruchs Violinkonzert g-Moll sowie die Alpensinfonie von Richard Strauss. Mit ihrem „Artist in Residence“ Kolja Blacher veröffentlichten die Duisburger Philharmoniker 2015 eine Aufnahme des Violinkonzerts von Carl Nielsen – zum 150. Geburtstag des dänischen Komponisten.

>> Kurzbiographie

Fotos: Marc Zimmermann, Kurt Steinhausen

Duisburger Philharmoniker: Die Schlaginstrumente und Harfen