Grußworte

Sören Link Oberbürgermeister
Thomas Krützberg Kulturdezernent

Liebe Konzertbesucherinnen, liebe Konzertbesucher,

viele Erfolge im Sport, in der Wissenschaft, aber auch in Kunst und Kultur wären ohne die Leistungen von Zuwanderern nicht denkbar. Der Blick über Ländergrenzen hinaus ist für die Künste ebenso selbst­verständlich wie lebenswichtig. Im Orchester unserer Stadt, den Duisburger Philharmonikern, finden sich Musiker aus vielen verschiedenen Nationen. Ihr Können trägt zu dem exzellenten Ruf bei, den die Duisburger Philharmoniker genießen: im Inland wie im Ausland.

Seit Mitte der fünfziger Jahre, als in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn die ersten An­werbeabkommen mit Italien und später auch mit der Türkei unterzeichnet wurden, ist unsere Stadt ein Platz für Menschen, die bei uns eine neue, bessere Zukunft suchen. Das bringt Herausforderungen mit sich und fordert neben dem Willen zur Integration erhebliche wechselseitige Anstrengungen. Die Flüchtlingskrise, die seit geraumer Zeit die Medien und den gesellschaftlichen Diskurs beherrscht, stellt uns nun vor neue Fakten und vor Fragen, auf die es oft keine raschen Antworten gibt.

In dieser Situation übernehmen die Duisburger Philharmoniker eine soziale Verantwortung. Sie haben Flüchtlingsheime besucht, um die Bewohner zum Besuch der Philharmonischen Konzerte im Theater am Marientor einzuladen. Was zunächst zögerlich anlief, hat sich zu einer kleinen Erfolgs­geschichte entwickelt: Mittlerweile erleben regelmäßig mehrere Flüchtlingsgruppen die Philharmonischen Konzerte mit. Das ist ein starkes Stück Willkommenskultur, auf das wir stolz sein können. Statt sich in den Elfenbeinturm ihrer Kunst zurück zu ziehen, wirken die Duisburger Philharmoniker aktiv daran mit, das Leben in unserer Stadt zu gestalten. Sie geben Konzerte für demenzkranke Menschen und engagieren sich mit ihrem umfangreichen Education-Programm „klasse.klassik“ für die musikalische Bildung an Kindergärten und Schulen. Sie musizieren in Flüchtlingsheimen und veranstalten Benefizkonzerte wie jenes im März 2016, das syrischen Flüchtlingskindern im Libanon zugute kam. Im Juni führen sie die „Carmina Burana“ für die Sanierung des Turmes der Salvatorkirche auf.

Besonders gerne weisen wir zum Abschluss auf den Freudentag hin, der den Duisburger Philharmonikern in der aktuellen Spielzeit bevorsteht. Durch die Rückkehr in die Mercatorhalle, die nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten am 1. September 2016 wieder eröffnet wird, erhält das Orchester sein Zuhause zurück – und die Stadt einen ebenso neuen wie traditionsreichen Fixpunkt ihres Musiklebens. Auch können wir nun unserem gefeierten GMD Giordano Bellincampi in seiner letzten Duisburger Spielzeit endlich einen Raum bieten, der diesem wunderbaren Musiker angemessen ist. Die Symbiose unseres exzellenten Orchesters mit einem landauf, landab gepriesenen Konzertsaal ist ein Anlass, sich doppelt auf die Konzertsaison 2016/17 zu freuen. Wir wünschen Ihnen viele inspirierende und begeisternde Stunden!

Sören Link Oberbürgermeister

Sören Link
Oberbürgermeister

Thomas Krützberg  Kulturdezernent

Thomas Krützberg
Kulturdezernent

Zum Seitenanfang

Dr. Karl-Ulrich Köhler
Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Duisburger Philharmoniker,

die lang ersehnte Rückkehr in die Phil­harmonie Mercatorhalle zum Saisonbeginn ist ohne Frage ein herausragendes Ereignis für unser Orchester und alle Musikfreunde in Duisburg und Umgebung. Endlich werden wir das klangliche und dynamische Spektrum der Musik, das dieser hochmoderne Konzertsaal in so außergewöhnlicher Plastizität widerspiegelt, wieder in voller Breite genießen können. Das Theater am Marientor war zweifellos das beste aller denkbaren Ausweichquartiere, und wir haben auch dort viele eindrucksvolle Konzerterlebnisse gehabt. Aber in der Mercatorhalle mit ihren ausgefeilten Akustikelementen wird das Spiel unserer wunderbaren Philharmoniker und ihrer illustren Gäste natürlich in ganz anderer Weise abgebildet. Viele bedeutende Künstler, die hier als Solisten oder in der Kammermusikreihe aufgetreten sind, haben den exzellenten Klang des Saales begeistert hervorgehoben. Hier kann die Musik ihre überwältigende Wirkung entfalten, die uns in ihren Bann zieht und ein Gemeinschafts­gefühl hervorruft, wie es nur im Livekonzert entsteht.

Musik verbindet Menschen in aller Welt und aus aller Welt, indem sie über Sprachbarrieren hinweg Begegnung und Kommunikation ermöglicht. Im vergangenen Jahr standen wir unter dem Eindruck des Anschlags auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo. Danach waren es die Attentate von Paris und Brüssel, die uns zutiefst erschütterten, die aber auch unsere Überzeugung stärkten, dass Hass und Feindschaft nur im freien und friedlichen Austausch der Kulturen überwunden werden können. Großartige Initia­tiven wie Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra oder Yo Yo Mas Silk Road Project belegen das eindrucksvoll. Auch unsere Philharmoniker engagieren sich in vielfältiger Weise für Verständigung und Menschlichkeit und setzen Zeichen der Willkommenskultur. So findet – unterstützt durch die Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker – im September ein großes Community Dance Projekt mit Royston Maldoom statt. Jugendliche Flüchtlinge stehen gemeinsam mit 200 Duisburger Schülerinnen und Schülern unterschiedlichster Herkunft auf der Bühne. Begleitet von den Duisburger Philharmonikern schließen sie sich in einer großen Choreografie zusammen, üben und erfahren wechselseitigen Respekt, Achtsamkeit und Toleranz.

Im vergangenen Jahr hat der Freundeskreis sein 20-jähriges Bestehen mit einer exklusiven Festveranstaltung der Duisburger Philharmoniker im Theater am Marientor gefeiert. Das Programm mit der Weltklassegeigerin Sarah Chang und GMD Giordano Bellincampi wurde am folgenden Abend auch im ausverkauften Amsterdamer Concertgebouw bejubelt. Diese schöne Jubiläumsfeier ist für uns Ansporn, bis zum 25-jährigen Jubiläum noch viele neue Freunde für die Duisburger Philharmoniker zu gewinnen.

Gerade jetzt, zum Wiedereinzug in die Philharmonie Mercatorhalle, wollen wir mit besonderem Engagement als Botschafter unseres erstklassigen Orchesters wirken. Ich lade Sie daher alle herzlich ein, Freunden und Bekannten von den Vorzügen unseres Orchesters und unseres Konzertsaales zu berichten und sie zum Konzertbesuch zu ermuntern, damit die Philharmoniker stets vor ausverkauftem Haus spielen. Sie haben es verdient!

Dr. Karl-Ulrich Köhler Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

Dr. Karl-Ulrich Köhler
Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

Zum Seitenanfang

Giordano Bellincampi Generalmusikdirektor
Dr. Alfred Wendel Intendant

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde!

die beste Nachricht gleich zu Beginn: Nach vier Jahren im Ausweichquartier des Theaters am Marientor kehren die Duisburger Philharmoniker mit der Spielzeit 2016/2017 in die Philharmonie Mercator­halle zurück. Wir können es kaum erwarten, wieder in diesem herrlichen Saal zu spielen, dessen klare und nuancenreiche Akustik unser Orchester und seine Gastkünstler in den ersten Jahren so sehr beflügelt hatte. In einem solchen Raum spielt man einfach ganz anders – weil er die Musik viel intensiver abbildet, weil ihre Farben und Strukturen viel klarer und aus­geprägter zum Vorschein kommen.

Die Rückkehr in die Philharmonie Mercator­halle gibt uns den denkbar besten Rahmen für die große Schlussrunde unserer gemeinsamen Arbeit. Denn mit der Spielzeit 2016/2017 endet auch die „Ära Bellincampi“ bei den Duisburger Philharmonikern. Die vergangenen Jahre waren für beide Seiten eine äußerst fruchtbare, beglückende Wegstrecke – bereichert durch faszinierende Entdeckungen im Repertoire, Begegnungen mit spannenden Solisten und durch das Erlebnis, musikalisch auf einem hohen Niveau zusammenzuwachsen. Die künstlerische Freundschaft, die hier entstand, wird halten – so, wie es bei den Duisburger Philharmonikern und ihren ehemaligen Chefs immer war. Das belegen nicht zuletzt die Konzerte mit Jonathan Darlington in der vergangenen und mit Bruno Weil in der aktuellen Spielzeit.

Großes Kino für die Ohren

Für unsere letzte gemeinsame Saison haben wir uns viel vorgenommen. Schon gleich das Eröffnungskonzert verspricht eine Sternstunde zu werden: Die klanggewaltige Wagner-Gala mit Anja Kampe, Torsten Kerl und John Lundgren bringt nicht nur eine Bayreuther Traumbesetzung nach Duisburg, sie ist auch ein Vorgeschmack auf den neuen Nibelungen-Ring, den die Deutsche Oper am Rhein in den folgenden Spielzeiten schmieden wird. Der Westdeutsche Rundfunk lässt es sich denn auch nicht nehmen, das Konzert mitzuschneiden und über den Äther an Musikfreunde in aller Welt zu senden.

Vom Rausch der „unendlichen Melodie“ führt das zweite Konzert zum klassischen Ebenmaß zurück. Im Mittelpunkt steht Beethovens Klavierkonzert Nr.­5, für das wir die große kanadische Pianistin Angela Hewitt als Solistin gewinnen konnten. Die Klangwelt Richard Strauss’ haben wir über mehre Spiel­zeiten hinweg in einem großen Repertoireschwerpunkt erkundet – er rundet sich im vierten Konzert mit den sterngreifenden Höhenflügen des Tongedichts „Also sprach Zarathustra“.

Nordatlantische Bündnisse werden in gleich zwei Programmen geschlossen. Im sechsten Konzert kommen die Dänen Niels Wilhelm Gade und Carl Nielsen zum Zuge, sinnig flankiert durch Chorwerke von Ralph Vaughan Williams, bei denen wir besonders herzlich unsere Freundinnen und Freunde vom philharmonischen chor duisburg begrüßen. Im neunten Konzert geht es nach Schweden und Norwegen – zu Hugo Alfvén und Edvard Grieg, dessen Klavierkonzert in Håvard Gimse einen berufenen Interpreten hat. Der Duisburger Brahms-Zyklus fand bei Publikum und Presse größtes Lob; er wird nun mit der lyrisch gelösten dritten Sinfonie vollendet. Ein frenetisches „Viva Roma“ schmettern wir beim Abschlusskonzert der Saison und der gemeinsamen Ära in den Saal. Großes Kino für die Ohren liefern dabei die drei sinfonischen Dichtungen, die Ottorino Respighi seiner Wahl­heimatstadt widmete. Bei einem italienischen Büffet ist dann auch Gelegenheit, voneinander Abschied zu nehmen – aber daran wollen wir jetzt noch gar nicht denken.

Musikantisches Feuer

Sechs der zwölf Philharmonischen Konzerte liegen wieder in den Händen profilstarker Gast­dirigenten. Da freuen wir uns auf langjährige Partner und neue Bekanntschaften, auf erfahrene Podiumsgrößen und junge Talente. Ein „Maestro von morgen“ ist der durch den Deutschen Musikrat geförderte Kapellmeister Dominik Beykirch; auch die junge Litauerin Giedrė Šlekytė hat mit Hilfe dieser segensreichen Fördermaßnahme bereits den Weg auf die großen europäischen Podien gefunden. Ein dritter Neuzugang in der internationalen Dirigentenszene ist der Usbeke Aziz Shokhakimov, der seit 2014 bei der Deutschen Oper am Rhein unter Vertrag steht.

Dort hat er mit GMD Axel Kober einen umsichtigen und hochkompetenten Chef, dessen markante künstlerische Handschrift sich im 10.­Konzert an Werken von Schönberg und Mahler erweist. Mit Bruno Weil und Aris Alexander Blettenberg treffen im 8. Konzert ein Meister und sein Schüler auf­einander. Bruno Weil, der ehemalige Generalmusik­direktor der Duisburger Philharmoniker, erhält 2016 den Musikpreis der Stadt Duisburg. Er ist ein ebenso hoch­rangiger Spezialist für die Musik des 18. Jahrhunderts wie für die raumgreifende Sinfonik Anton Bruckners, dessen monumentale „Zweite“ bei uns auf dem Programm steht. Eine Koryphäe der historischen Aufführungspraxis ist auch der Kölner Dirigent, Lautenist und Hochschullehrer Konrad Junghänel, unter dessen Leitung die Duisburger Philharmoniker ihre stilkritische Arbeit am Repertoire der Aufklärungsepoche fortsetzen.

Besonders gerne begrüßen wir eine Reihe junger Solistinnen und Solisten, die unsere farben­reichen Programme mit Virtuosität und Poesie bereichern. Die russische Cellistin Tatjana Vassiljeva, von Mstislaw Rostropowitsch gefördert, spielt Tschaikowskys delikate „Rokoko-Variationen“. Ihr Landsmann Nikita Boriso-Glebsky kehrt mit Béla Bartóks bekenntnishaftem Violinkonzert Nr. 1 nach Duisburg zurück. Aus Polen stammt die temperamentvolle Geigerin Alicja Smietana, die Mozarts großes A-Dur-Konzert im Gepäck hat. Dazu gesellen sich mit dem armenischen Saxophonisten Koryun Asatryan und dem griechischen Klarinettisten Dionysis Grammenos zwei exzellente junge Bläser, bei denen wir uns auf jede Menge Bravour und musikantisches Feuer gefasst machen dürfen.

Höhenflüge und Abgründe

Gleichfalls noch ein „Youngster“, auf den großen Konzertpodien aber schon höchst erfolgreich ist der deutsch-französische Cellist Nicolas Altstaedt, den wir für die Spielzeit 2016/17 als „Artist in Residence“ gewinnen konnten. Er spielt im 7. Philharmonischen Konzert den unschlagbaren Bestseller des romantischen Cellorepertoires, Antonín Dvořáks h-Moll-Konzert op. 104. Zwei weitere Abende sind den großen Cello-Kompendien des Barock und der Klassik gewidmet: den sechs Solo-Suiten von Johann Sebastian Bach und den fünf Beethoven-Sonaten für Cello und Klavier, die uns die Wiederbegegnung mit dem fabelhaften Pianisten Alexander Lonquich gewähren. Weit über den Tellerrand des klassischen Repertoires lehnt sich ein Projekt, das Nicolas Altstaedt mit dem Pianisten, Komponisten und Klangkünstler Hauschka entwickelt hat – hier geht es um ein obskures Filmprojekt von Federico Fellini, das nie realisiert wurde.

Im Zyklus der Duisburger Kammerkonzerte haben wir Jahr für Jahr die musikalische Weltspitze zu Gast – um so mehr freuen wir uns, diese groß­artigen Künstler nun endlich wieder im Ambiente eines modernen, weltstädtischen Konzertsaals empfangen zu können. Beim großen Bach-Projekt mit unserem ehemaligen „Artist in Residence“ Evgeni Koroliov und seinen Partnern stehen gleich vier Konzertflügel auf der Bühne. Immerhin zwei der hochglanzpolierten Instrumente benötigen Dennis Proshaev und Nadia Mohktari auch beim traditionellen Bechstein Klavierabend, der diesmal ganz dem klangvollen russischen Repertoire gewidmet ist. In der Reihe „Piano Extra“ gratulieren wir dem großen Pianisten und lang­jährigen Folkwang-Professor Boris Bloch zum Eintritt in den Ruhestand. Gemeinsam mit seinem Meisterschüler Eduard Kiprsky wendet er sich der romantischen Klavier­poesie in all ihren Höhenflügen und Abgründen­zu.

Fünf Jahre lang war das Trio di Clarone nicht mehr in Duisburg zu Gast – nun erfreuen uns Sabine Meyer, Wolfgang Meyer und Reiner Wehle wieder mit dem samtweichen Klang ihrer Bassetthörner und vielen funkelnden Preziosen in Original und Bearbeitung. Das entdeckungsfreudige Signum Quartett geht in seinem Programm „Fragmente einer Ewigkeit“ auf faszinierende Weise dem Gedanken der Endlichkeit in Kunst und Leben nach. Das junge, vom deutschen Musikrat geförderte Ensemble Cicerone wiederum zieht der Todesnähe jene rauschende Daseinsfreude vor, die sich im bewegten Pariser Musikleben des Barockzeitalters widerspiegelt. In Wien war man übrigens zur gleichen Zeit keineswegs bescheidener: Das demonstriert der gefeierte Countertenor Valer Sabadus gemeinsam mit dem Ensemble nuovo aspetto an der hochvirtuosen Arienkunst des Wiener Hofkapellmeisters Antonio Caldara. Und wer glaubt, dass das protestantische Sachsen da nicht mithalten konnte, der sollte unbedingt den „Wegen zu Bach“ folgen, die der Kölner Barockexperte Konrad Junghänel mit seinem hochgelobten Ensemble Cantus Cölln beschreitet.

Musik für die Menschen

Sie merken es, liebe Musikfreunde – unser Saisonprogramm gibt dem großartigen Schatz der europäischen Barockmusik und ihrem unübertreff­lichen Meister Johann Sebastian Bach diesmal breiten Raum. Mit einem stimmungsvollen „Barockkonzert im Lichterschein“ beteiligen sich daran auch die Duis­burger Philharmoniker, deren vielfältige Aktivitäten wir Ihnen immer noch einmal wärmstens ans Herz legen möchten. Die Kammermusikreihe „Profile“ ist voll von spannenden Entdeckungen und aufschluss­reichen Querverbindungen, die jedes der sechs Konzerte zu einem Ereignis werden lässt.

Ob barockes Concerto oder klassische Sinfonie, romantische Tondichtung oder avantgardistische Klangstudie: Was immer auf den Pulten unserer Musikerinnen und Musiker steht, ist Teil jenes­ großen europäischen Kulturerbes, dem wir ganz wesentlich unsere Identität verdanken. Dieses Erbe ist kein musealer Besitz, sondern ein bereicherndes Geschenk für alle, die hier leben oder in Not und Bedrängnis zu uns kommen. Es ist auch Ausdruck einer lebendigen und offenen Stadtkultur, für die Integration und Teilhabe wichtige Begriffe sind.

Besonders herzlich möchten wir uns an dieser Stelle bei unseren treuen Sponsoren und der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker bedanken. Durch ihre großzügige Unterstützung können wir große Persönlichkeiten wie die kanadische Pianistin Angela Hewitt oder die Bayreuther Starbesetzung unserer Wagner-Gala nach Duisburg einladen, können wir den „Virtuosen von morgen“ auf ihrem steinigen Karriereweg helfen und unseren Bürgerinnen und Bürgern weiterhin beliebte Großveranstaltungen wie das „Stadtwerke Sommerkino“ bieten.

Nicht zuletzt möchten wir Ihnen, unserem Publikum, dafür danken, dass Sie unsere Angebote so wach und interessiert wahrnehmen. Das wird auch von unseren Gästen immer wieder hervorgehoben – so etwa beim Schubert-Zyklus mit Christoph Prégardien und seinen Partnern, die vom regen Zuspruch und der begeisterten Aufnahme der vier Konzerte tief bewegt waren. Solche Eindrücke bleiben; sie tragen ganz erheblich zum guten Ruf Duisburgs in der musikalischen Welt bei.

Wir wünschen Ihnen eine schöne, beglückende und entdeckungsreiche Spielzeit.

Giordano Bellincampi Generalmusikdirektor

Giordano Bellincampi
Generalmusikdirektor

Dr. Alfred Wendel Intendant

Dr. Alfred Wendel
Intendant

Zum Seitenanfang