Ein Sommernachtstraum

Ein Sommernachtstraum

9. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Axel Kober
Dirigent

Louise Pollock
Posaune

Heidi Elisabeth Meier
Sopran

Katarzyna Kuncio
Mezzosopran

Frauenchor
Konzertchor Mädchenchor am Essener Dom

9. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Axel Kober Dirigent · Foto: Susanne Diesner

Axel Kober Dirigent
Foto: Susanne Diesner

9. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Louise Pollock Posaune · Foto: Susanne Diesner

Louise Pollock Posaune
Foto: Susanne Diesner

9. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Heidi Elisabeth Meier Sopran · Foto: Jessica Alice Hath

Heidi Elisabeth Meier Sopran
Foto: Jessica Alice Hath

9. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Katarzyna Kuncio Mezzosopran

Katarzyna Kuncio Mezzosopran
 

Selbst gewiefte Kenner der klassischen Musik können mit dem Namen Ferdinand David meist nicht viel anfangen. Dabei wirkte der 1810 in Hamburg geborene Geiger und Komponist als Konzertmeister des Leipziger Gewandhausorchesters gewissermaßen am Nabel der musikalischen Welt. Er war eng befreundet mit Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Violinkonzert e-Moll er aus der Taufe hob. Davids eigene Werke für ‘sein’ Instrument werden heute kaum noch gespielt – sie konnten dem enormen Druck der Konkurrenz nicht standhalten. Das Concertino Es-Dur für Posaune und Orchester dagegen nimmt im bescheidenen Solo-Repertoire für das sonore Blechblasinstrument einen durchaus ehrenvollen Platz ein. Für die Bekanntschaft mit dem hochvirtuosen Stück sorgt in Duisburg die junge Solistin Louise Pollock, die 2016 den ersten Preis beim Düsseldorfer Aeolus Bläserwettbewerb gewann – übrigens als erste Frau. Die 28-jährige Musikerin, als Tochter schwedisch-amerikanischer Eltern in der Schweiz aufgewachsen, wirkt seit 2015 als 1. Solo-Posaunistin am Opernhaus in Göteborg.

Zum romantischen Kernrepertoire zählen die beiden Werke, die Chefdirigent Axel Kober der Rarität zur Seite stellt. Dem melodischen Reichtum und tänzerischen Schwung von Antonín Dvořáks Streicherserenade E-Dur kann kein Musikfreund widerstehen. Das anmutige Stück entstand im Jahre 1875, noch bevor der junge Komponist – auch dank Johannes Brahms’ nachdrücklicher Protektion – zu einer europäischen Berühmtheit wurde. Im leichtfüßigen, von sommerlichen Abendlüften durchwehten Gestus der Serenade ist zuweilen jenes Werk nicht fern, das zum Inbegriff romantischer Stimmungskunst wurde: Felix Mendelssohns Musik zum „Sommernachtstraum“. Ganze 17 Jahre alt war der Komponist, als er 1826 die geniale Ouvertüre schrieb. Für eine Aufführung des Shakespeare-Stückes im neuen Palais zu Potsdam kehrte er 1843 noch einmal in die Klangwelt von Elfenspuk und Rüpeltänzen zurück – und konnte dabei den heiter-poetischen Zauberfaden des Jugendwerkes mühelos weiterspinnen.

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