Der Himmel über den britischen Inseln

8. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Axel Kober Dirigent

Maximilian Hornung Violoncello

Axel Kober Dirigent · Foto: Susanne Diesner

Axel Kober Dirigent
Foto: Susanne Diesner

Maximilian Hornung Violoncello · Foto: Marco Borggreve

Maximilian Hornung Violoncello
Foto: Marco Borggreve

Es ist Herbst in Edward Elgars Cellokonzert. Eine noble, stolze Melancholie durchweht diese Musik, eine Schönheit in Bronzetönen, eine Ahnung verklungener Größe. Elgars Epoche, als Künstler wie als Mensch, war das 19. Jahrhundert, das Zeitalter der Romantik. Als er sein Cellokonzert am 27. Oktober 1919 in der Londoner Queen’s Hall zur Uraufführung brachte, war bereits eine neue Zeit angebrochen, die Elgar nicht mehr verstand. Als Komponist verstummte er fast vollständig; bis zu seinem Tod im Jahre 1934 entstanden nur noch einige Nebenwerke und Bearbeitungen.

Der verhangene Himmel über dem britischen Inselreich ist auch in Felix Mendelssohn Bartholdys dritter Sinfonie zu hören, künstlerische Frucht einer ausgedehnten Bildungsreise im Jahre 1829. Von London aus gelangte der Komponist im Juli nach Schottland, das ihn durch sein raues Klima, die herbe Schönheit der Landschaft und die dunklen Relikte einer großen Geschichte faszinierte. Als er die verfallene Krönungskapelle der unglücklichen Königin Maria Stuart besucht hatte, schrieb er nach Deutschland: „Ich glaube, ich habe heute den Anfang meiner ‘Schottischen Sinfonie’ gefunden.“ Bis das Werk vollendet war, sollten allerdings noch ganze 13 Jahre vergehen – der Komponist ließ sich Zeit, um eine ideale Balance von formaler Meisterschaft und plastischer Bildkraft zu finden.

Mit diesem Programm breitet GMD Axel Kober die ganze Fülle der Farben und Lichtwirkungen aus, die das romantische Orchester zu bieten hat. Die kantablen Linien in Elgars Cellokonzert spinnt der Solist Maximilian Hornung, der 2019 in Duisburg mit der Uraufführung von Hauke Berheides „Icaro“ debütierte. 1986 in Augsburg geboren, machte er bereits als 19-jähriger mit seinem Sieg beim Deutschen Musikwettbewerb von sich reden. 2007 konnte er als Kammermusiker auch beim Musikwettbewerb der ARD Gold einfahren. Eine Position als Solo-Cellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gab er bereits nach vier Jahren wieder auf, um sich ganz seiner solistischen Laufbahn zu widmen. Seinen festen Wohnsitz in der bayerischen Landeshauptstadt hat Maximilian Hornung allerdings behalten: Seit 2017 lehrt er als Professor an der Münchner Musikhochschule.

Öffentliche Proben
vor allen philharmonischen Konzerten
Dienstags 12.00 – 12.30 Uhr. Eintritt frei

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