Grußworte

Sören Link Oberbürgermeister
Thomas Krützberg Kulturdezernent

Liebe Konzertbesucherinnen, liebe Konzertbesucher,

mit einem bundes­weiten Veranstaltungs­programm wird Deutsch­land das Beet­hoven-Jahr 2020 feiern. Hierfür beschloss der Haus­halts­ausschuss des Deutschen Bundes­tags im November 2016 eine Förderung von 27 Millionen Euro. Der Bund möchte mit dem Programm vor allem Menschen erreichen, die bislang noch keinen oder nur wenig Zugang zu Beet­hovens Kunst gefunden haben.

Nordrhein-Westfalen steht im Zentrum der vielfältigen Jubi­läums­feier­lich­keiten: In Beet­hovens Geburts­stadt Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und im gesamten Land werden Konzerte, Ausstellungen und viele inter­diszi­pli­näre Pro­jekte neue Perspek­tiven auf das Musik­genie eröffnen. Auch in dieser Spiel­zeit-Broschüre der Duis­burger Phil­harmoniker hinter­lässt Beet­hovens 250. Geburts­tag seine Spuren. So beteiligt sich das Orchester im Juni 2020 mit der Aufführung einer impo­santen „Pasto­rale in Bildern“ am Pastoral Day des Dach­verbands BTHVN2020, um gemein­sam mit vielen anderen Kultur­schaffenden ein Zeichen für den Erhalt der Natur und den Klima­schutz zu setzen.

Mit einem bereits zur Tradition gewordenen High­light startet die Saison. Unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt sind die Duis­burger Phil­harmoniker und das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein am Freitag, 6. September 2019, auf dem Opern­platz zu erleben.

Bereits zum vierten Mal macht das renommierte Duis­burger Familien­unter­nehmen Haniel den Bürge­rinnen und Bürgern der Stadt ein wunder­volles Geschenk mit dem Haniel Klassik Open Air, zu dem wir bei schönem Wetter 7.000 Musik­liebhaber erwarten. Zuvor allerdings treten die Phil­harmoniker Mitte Juli im Land­schafts­park Duis­burg Nord an, um im Stadt­werke Sommer­kino „The General“, einen Klassiker des legen­dären Buster Keaton, musikalisch zu begleiten.

Ende August kehren die Duis­burger Phil­harmoniker auch zur Ruhr­triennale zurück. Bei diesem prestige­reichen inter­natio­nalen Festival der Künste werden sie mit dem CHORWERK RUHR auftreten, einem der bedeu­tendsten Kammer­chöre in Deutsch­land. Dieses Engage­ment, aber auch zahl­reiche Auslands- und Gast­konzerte sind Aus­druck der großen Wert­schätzung, die das Orchester bis über die Grenzen des Landes hinaus genießt. Als kultureller Botschafter unserer Stadt jüngst in der berühmten Sala Verdi des Konser­vatoriums in Mailand gefeiert, reisen die Musiker am 19. Juli 2019 nach Amsterdam, um sich unter der Leitung der Dirigentin Oksana Lyniv im berühmten Concert­gebouw zu präsentieren.

Als Top-Talent­schmiede für junge Sänge­rinnen und Sänger gilt der Wett­bewerb „Neue Stimmen“ in Gütersloh, der alle zwei Jahre von der Bertels­mann-Stiftung ausge­richtet wird. Wer im Oktober 2019 das Halb­finale und das Finale des Wett­bewerbs erreicht, darf sich über die Begleitung der Duis­burger Phil­harmoniker freuen, die bereits zum achten Mal bei diesem welt­umspannen­den Sänger­fest mit­wirken – diesmal unter der Leitung des in Duis­burg bestens bekannten Jonathan Darlington.

Sehr herzlich heißen wir Axel Kober als neuen General­musik­direktor will­kommen. Wir sind stolz, mit ihm einen der renommier­testen deutschen Diri­genten an der Spitze der Duis­burger Phil­harmoniker zu wissen und wünschen ihm, dem Orchester und allen Konzert­besuchern inspirie­rende und begeis­ternde Musik­erlebnisse in der Saison 2019/2020!

Sören Link Oberbürgermeister

Sören Link
Oberbürgermeister
Foto: Zoltan Leskovar

Thomas Krützberg Kulturdezernent

Thomas Krützberg
Kulturdezernent
 

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Dr. Karl-Ulrich Köhler
Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Duisburger Philharmoniker,

mit der Saison 2019/2020 steuern wir auf das Beet­hoven-Jahr zu. 2020 feiert die Welt den 250. Geburts­tag des großen Kompo­nisten, der in Bonn geboren wurde. Beet­hoven war ein Welt­bürger aus dem Geist der Auf­klärung, ein Quer­denker von außer­ordent­licher Innovations­kraft. Viele Zeit­genossen standen seinen Schöp­fungen ratlos gegen­über und waren von der Radika­lität seiner Ton­sprache überfordert.

Heute bewundern wir seine Meister­werke, von denen im Laufe dieser Saison einige zu hören sein werden. Was damals als unver­ständlich abge­lehnt wurde, gehört heute zum kultu­rellen Besitz der gesamten Menschheit. So kann es auch mit manchem neuen Werk geschehen, das uns heute noch nicht ganz so geschmeidig ins Ohr geht. Es ist wichtig und nötig, dass ein Orchester vom Rang der Duis­burger Phil­harmoniker immer wieder auch Neues und gele­gent­lich auch Anstren­gendes bietet. Musik also, die den Geist unserer Zeit spiegelt, Denk­anstöße gibt und Fragen aufwirft – ganz im Sinne Ludwig van Beet­hovens. Eine gute Balance zwischen Erbauung und Heraus­forderung war in den Programmen der Phil­harmoniker immer gewähr­leistet. Und so stellt sich auch die aktuelle Saison aus der Hand unseres Inten­danten Prof. Dr. Alfred Wendel und unseres neuen General­musik­direktors Axel Kober dar.

Was für ein Glück für Duis­burg, dass wir für dieses wichtige Amt eine so heraus­ragende Persön­lichkeit gewinnen konnten! Ein Maestro, der gern gesehener Gast in den großen Konzert- und Opern­häusern ist, der höchstes Ansehen bei den Bayreuther Fest­spielen genießt und der mit seinem „Ring“ an der Wiener Staats­oper kürzlich Publikum und Presse zu Jubel­stürmen hingerissen hat. Ich beglück­wünsche die Findungs­kommission zu ihrer vortreff­lichen Ent­scheidung! Herzlich will­kommen heißen die Freunde der Duis­burger Phil­harmoniker auch Benjamin Shwartz als Ersten Gast­diri­genten sowie den neuen Orchester­manager Andreas Bertz, der am 1. April die Nach­folge von Martin Schie angetreten hat. Es ist uns eine große Freude, dem Orchester und dem neuen Leitungs­team der Phil­harmoniker als zuver­lässiger Partner und Unter­stützer zur Seite zu stehen.

Selbstverständlich fördern wir weiter­hin unsere Haupt­projekte wie das Education-Programm klasse.klassik, das im Laufe der Jahre vielen Tausend Kindern und Jugendlichen die Tür zur klassischen Musik geöffnet hat. Ganz besonders am Herzen liegt uns auch der Kammer­musik­work­shop für Ensembles der Phil­harmoniker in Monte­pulciano, ebenso die attrak­tiven „Profile“-Konzerte im Opern­foyer, die von den Mit­gliedern der Phil­harmoniker musika­lisch gestaltet werden. Und natürlich sind wir darüber hinaus stets offen für neue Ideen und Projekte und helfen, wo immer wir können. So freuen wir uns besonders, dass wir gemein­sam mit Krohne Mess­technik und der Spar­kasse Duis­burg-Stiftung einen dringend benötigten neuen Steinway-Konzert­flügel finan­zieren konnten. Das Pracht­stück wird im 2. Phil­harmo­nischen Konzert von der über­ragenden jungen Pianistin Anna Vinnitskaya zum ersten Mal zum Klingen gebracht. Neben diesem ganz besonderen Ereignis gibt es wieder viele weitere schöne und spannende Konzerte zu erleben.

Seien Sie live dabei und treffen Sie gute Freunde!

Dr. Karl-Ulrich Köhler Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

Dr. Karl-Ulrich Köhler
Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

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Axel Kober Generalmusikdirektor
Prof. Dr. Alfred Wendel Intendant

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde!

derzeit gehen weltweit an jedem Freitag junge Menschen auf die Straße, um für den Klima­schutz zu demonstrieren. Was die 16-jährige schwedische Umwelt­aktivistin Greta Thunberg ins Rollen brachte, hat sich zu einer globalen Bewegung entwickelt, die den politisch Verant­wortlichen mächtig auf den Pelz rückt. Eine Zeit­lang wurde versucht, die Demon­stranten als Schul­schwänzer zu diffamieren. Mittler­weile dürfte aber wohl jedem klar sein, dass hier eine junge Generation mit Leiden­schaft und Ausdauer für ihre Zukunft kämpft – und für das Recht darauf, sie in einem intakten Lebensraum zu gestalten.

Pastorale in Bildern

Die engagierten Kids von „Fridays for Future“ stehen mit ihren Ideen und Forde­rungen keines­wegs allein. Seit 1972 der Welt­umwelt­tag der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde, hat sich das öko­logische Bewusst­sein entschei­dend weiter­entwickelt. Alljährlich am 5. Juni wird dieser Tag mit viel­fältigen Aktionen begangen. 2020 beteiligen sich auch die Duis­burger Phil­harmoniker daran: In diesem Jahr wird am 5. Juni zugleich auch der „Pastoral Day“ gefeiert – mit Auf­führungen von Beet­hovens sechster Sinfonie (der „Pastorale“) auf der ganzen Welt. Der große Komponist und Humanist, dessen Geburts­tag sich 2020 zum 250. Male jährt, wird so zum Paten einer welt­umspannenden Aktion – was hätte er, der in seiner Musik die ganze Welt umarmen wollte, sich Schöneres vorstellen können?

Wir präsentieren Beet­hovens „Pastorale“ mit großfor­matigen Bild­projek­tionen des Berliner Foto­grafen Tobias Melle, der hier aber keines­wegs das Bild einer heilen Welt malt – die gab es schon zu Beet­hovens Zeit nicht mehr. Umso wichtiger ist die Erkenntnis, dass unsere Kultur und Zivili­sation auf schwanken­dem Boden stehen: Was würden uns all die Gipfel­leistungen aus Musik, Literatur und Kunst in einer zerstörten Welt noch nutzen? Insgesamt drei Aufführungen der „Pasto­rale in Bildern“ (zwei davon im Rahmen der Phil­harmonischen Konzerte) stehen in unserem Kalender; flankierend dazu ehren wir den großen Jubilar mit einem Beet­hoven-Festival auf dem König-Heinrich-Platz – umsonst und draußen, als Geschenk an unser Publikum und unsere Stadt. Wir konnten dazu auch die tatkräf­tigen Aktivisten der Organi­sation „Plant-for-the-Planet“ mit ins Boot holen, die seit 2007 mehr als 16 Milliarden Bäume auf der ganzen Welt gepflanzt haben.

Musikalische DNA

Dass wir Sie, liebe Musik­freunde, an dieser Stelle erstmals gemein­sam begrüßen können, hat einen guten Grund: Duis­burg hat mit dieser Spiel­zeit wieder einen General­musik­direktor. Ein neues Team sind Axel Kober und die Duis­burger Phil­harmoniker natürlich keines­wegs. Im Orchester­graben der Deutschen Oper am Rhein arbeiten wir bereits seit zehn Jahren sehr erfolg­reich zusammen; auch auf dem Podium der Phil­harmonischen Konzerte hat sich in dieser Zeit eine äußerst vertrauens­volle und künstle­risch frucht­bare Verbin­dung entwickelt. Wir freuen uns sehr, die gemein­same Arbeit im Rahmen einer noch weiter gefes­tigten Beziehung fort­setzen und intensi­vieren zu können.

Hier setzt bereits die Spielzeit 2019/2020 deutliche Akzente. Das Beet­hoven-Jahr ist für uns kein Anlass, den Jubilar mit großen Zyklen zu ehren – damit rennt man ohnehin nur offene Türen ein. Wir möchten uns statt­dessen grund­sätzlich wieder verstärkt der Wiener Klassik widmen, die ja nicht nur in die speziali­sierten Hände der Original­klang-Ensembles gehört. In je einem spanischen und russischen Programm spüren wir unter­schied­lichen natio­nalen Idiomen nach; mit Werken von Esa-Pekka Salonen, Mason Bates und Avner Dorman stellen wir prägnante Beispiele einer zugleich eigen­ständigen und unmittelbar zugäng­lichen Moderne vor. Es ist auch eine ausge­sprochen populäre Spiel­zeit, auf die wir blicken: Da finden sich Max Bruchs erstes Violin­konzert und Johannes Brahms’ zweites Klavier­konzert, Schumanns „Vierte“, Beet­hovens „Fünfte“, Dvořáks „Siebte“ und Mahlers „Neunte“ – Werke, die nicht einfach „berühmt“ sind, sondern gewisser­maßen unsere musika­lische DNA bilden, uns als kulturelle Werte­gemein­schaft definieren.

Mit dem jungen israelisch-ameri­kani­schen Maestro Benjamin Shwartz steht uns in dieser Konzert­saison ein erster Gast­dirigent mit markanter Hand­schrift zur Seite. Das Duis­burger Publikum hat den enorm talen­tierten, vitalen und sympathi­schen Künstler bereits mehr­fach erlebt. Drei Konzerte liegen in seinen Händen, wobei das Spektrum von der deutschen Romantik über den franzö­sischen Impressio­nismus bis zur ameri­kani­schen Moderne reicht. Mit Ariane Matiakh und Duncan Ward haben wir zwei weitere sehr erfolg­reiche Vertreter der jungen Diri­genten­gene­ration zu Gast; sehr herzlich heißen wir bei uns auch den ehemaligen Aachener GMD und derzeitigen Münchner Dirigier­professor Marcus Bosch willkommen. Der Geiger und Dirigent Werner Ehrhardt, auf den Podien der Alten Musik hoch geschätzt, erarbeitet mit den Duis­burger Phil­harmonikern und dem phil­harmonischen chor Duis­burg ein spannendes Programm der Klassik und frühen Romantik.

Feuriger Groove

Wir freuen uns, Ihnen auch in dieser Spiel­zeit wieder Solis­tinnen und Solisten von inter­nationalem Format präsentieren zu können. Da ist natürlich als erste die aus Usbekistan stammende Pianistin Anna Malikova zu nennen, die wir für diese Spiel­zeit als „Artist in Residence“ gewinnen konnten – sie wird sich als Solis­tin und Kammer­musik-Partnerin in verschie­denen Formationen facetten­reich präsen­tieren. Erstmals bei den Phil­harmonischen Konzerten begrüßen wir die russische, in Hamburg lehrende Pianistin Anna Vinnitskaya. Auch Saleem Ashkar, der in Duis­burg bereits mit einer beein­druckenden Gesamt­aufführung aller 32 Beet­hoven-Sonaten hervorgetreten ist, debütiert auf dem philharmonischen Podium.

Die finnische Sopranistin Camilla Nylund wird vor allem im Wagner- und Strauss-Fach an den größten Bühnen der Welt gefeiert. Sie beglückt uns mit einem späten Gipfel­werk roman­tischer Vokal­kunst, den Vier letzten Liedern von Richard Strauss. Gleich zweimal haben wir den Star­geiger Nikolaj Szeps-Znaider zu Gast, einmal als Solisten, einmal als Dirigenten. In diesem Metier hat sich der aus Dänemark stammende Musiker in den letzten Jahren große Reputation erworben. Erst kürzlich wurde bekannt, dass er 2020 das Amt des Chef­dirigenten beim renommierten Orchestre National de Lyon übernehmen wird. Zwei weitere prominente Debü­tanten auf dem phil­harmonischen Podium sind die Cellisten Christian Poltéra und Alban Gerhardt. Joaquin Clerch, Professor an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf, verzaubert uns mit dem berühm­testen aller Gitarren­werke, Joaquín Rodrigos stimmungs­vollem Concierto de Aranjuez. Besonders gerne stellen wir immer wieder Musiker aus unseren eigenen Reihen als Solisten vor – diesmal den Schlag­zeuger Rafael Sars, der gemein­sam mit seinem WDR-Kollegen Johannes Wippermann feurigen Groove entfaltet.

Verführerischer Klangschmelz

Auch bei den Duis­burger Kammer­konzerten haben wir in jeder Saison die Welt­elite zu Gast; ein weiteres Plus der Reihe bietet der attrak­tive Konzert­termin am frühen Sonntag­abend. Neben „Artist in Residence“ Anna Malikova ist hier auch der seit langem in Italien lebende Pianist Alexander Lonquich mit einem Klavier-Rezital zu erleben, das spannende Quer­verbin­dungen im Reper­toire knüpft.

Mit dem Trio Imàge und dem Morgen­stern Trio haben wir zwei exqui­site Klavier­trio-Forma­tionen zu Gast; Streich­quartett-Spiel der Extra­klasse verheißen das Quatuor Diotima und das delian::quartett – letzteres im Verbund mit der kana­dischen Star-Sopra­nistin Measha Brueggergosman. Das sonic.art Saxofon­quartett kann es in der Einheit der instrumen­talen Timbres, der Geschlossen­heit des Klang­profils mit jedem Streich­quartett aufnehmen. Während hier natur­gemäß die Moderne im Vorder­grund steht, sind zwei andere Formationen in der Kammer­konzert-Reihe für den histo­risch geschärften Blick auf die Alte Musik zuständig – die Barock­ensembles „nuovo aspetto“ und „l’arte del mondo“.

Ebenso anregend und aufschluss­reich gestalten sich auch die kammer­musikalischen Aktivi­täten unserer Phil­harmoniker, die ihre stilistische Flexi­bilität nicht nur in der Reihe „Profile“ immer wieder ein­drucks­voll unter Beweis stellen – als Barock-Consort, als klassische Kammer­formation, aber auch gerne mal als Salon­orchester mit verführe­rischem Klang­schmelz. Und wo wir schon dabei sind: Was die Duis­burger Phil­harmoniker auch jenseits ihrer Dienste im Orchester­graben und auf dem phil­harmonischen Podium für das Duis­burger Musik­leben tun, kann gar nicht genug gewürdigt werden. Auf ihren Konzert­reisen tragen sie den Ruf unserer Stadt in die Ferne – diesmal ins ehrwürdige Concert­gebouw Amsterdam. Mit Aktivitäten wie dem Sommer­kino oder Haniel Open Air bringen sie Musik unmittelbar zu den Menschen. Nicht zu vergessen das Education-Programm klasse.klassik, das nicht zuletzt durch den beständigen Einsatz unserer Phil­harmoniker zu einem weit ausstrah­lenden Erfolgs­konzept wurde. Diesmal freuen wir uns, im Rahmen der Reihe gleich zwei Urauf­führungen von Andreas Tarkmann und Friedmann Dreßler/Marie Pohl annoncieren zu können.

Brückenbauer

Auch wer dem Adressaten­kreis von klasse.klassik allmählich entwachsen ist, findet bei uns maßgeschnei­derte Programme mit vitalen, packenden Musik­ereig­nissen. So sind die Reihen Kai & Friends und BEAT (mit den preisgekrönten Jungs von „Repercussion“) schon bei ihrer jeweils dritten Ausgabe angelangt. Bereits in der zweiten Saison haben wir das Kultur­ticket für Studie­rende der Universität Duis­burg/Essen im Angebot. Phil­harmonische Konzerte und Opern­vorstellungen zum Preis von gerade mal einem Euro – noch mehr kann man den studen­tischen Geld­beutel nicht schonen.

Über den kulturellen Teller­rand schauen wir gemein­sam mit dem WDR Sinfonie­orchester bei der Aufführung der „Istanbul Symphony“ von Fazıl Say, der 2017 den Musik­preis der Stadt Duis­burg erhielt. Auch der aktuelle Preis­träger ist ein großer Brücken­bauer: Der Choreo­graph Royston Maldoom hat über den Tanz Menschen aus unter­schiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen zusammmen­gebracht und gerade auch für die Tanz­szene in NRW Großes geleistet. Menschen wie er sind uns ein leuch­tendes Vorbild – gerade in einer Welt, die uns oft häufiger mit Bei­spielen der Aus­grenzung als der Soli­darität und des gelebten Mit­einanders konfrontiert.

Wir wünschen Ihnen eine begeisternde und beglückende Spielzeit 2019/2020!

Axel Kober, GMD · Foto; Susanne Diesner

Axel Kober
Generalmusikdirektor
Foto: Susanne Diesner

Prof. Dr. Alfred Wendel Intendant

Prof. Dr. Alfred Wendel
Intendant
 

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