Grußworte

Sören Link Oberbürgermeister
Thomas Krützberg Kulturdezernent

Liebe Konzertbesucherinnen, liebe Konzertbesucher,

aus dem Kulturministerium NRW erreicht uns eine gute Nachricht: Noch im Jahr 2018 sollen die Betriebskostenzuschüsse für die 18 kommunalen Theater- und Orchesterbetriebe unseres Landes um sechs Millionen Euro erhöht werden. So hat es die NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen kürzlich im Kulturausschuss des Düsseldorfer Landtags versprochen. Darüber hinaus kündigte sie eine jährliche Steigerung in gleicher Höhe bis 2022 an. Diese wachsende Förderung wird auch den Duisburger Philharmonikern und der Deutschen Oper am Rhein zugute kommen; sie bedeutet eine erhebliche Stärkung der kommunalen Kulturträger, die überaus positive Signale für die Zukunft setzt.

Auch künstlerisch ist unser Orchester derzeit auf einem ausgezeichneten Weg. Im Dezember 2017 trat Axel Kober, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, sein neues Amt als Chef­dirigent der Duisburger Philharmoniker an. Die intensivierte Zusammenarbeit hat bereits zu wunderbaren Ergebnissen geführt. Axel Kober besitzt die glückliche Gabe, Orchestermusiker und Publikum gleichermaßen in seinen Bann zu ziehen. Das hat er bei seinem Antritts­konzert im Dezember 2017 ebenso eindrucksvoll bewiesen wie im 6. Philharmonischen Konzert, das live auf WDR 3 übertragen wurde. Mit Axel Kober an der Spitze sind die Duisburger Philharmoniker auf dem Konzertpodium ebenso wie im Orchestergraben bestens aufgestellt.

Auch weit über die Region hinaus genießt unser Orchester seit langem einen exzellenten Ruf – das belegen nicht zuletzt zwei herausragende Gast­konzerte in dieser Saison. Als kulturelle Botschafter unserer Stadt werden die Duisburger Philharmoniker in der Sala Verdi des ehrwürdigen Mailänder Konservatoriums spielen, zu dessen Schülern einst Künstler wie Claudio Abbado, Riccardo Muti und Maurizio Pollini zählten. Ein weiteres Gastspiel führt in den Großen Saal des Concertgebouw Amsterdam, dessen weltweit gerühmte Akustik das Orchester zuletzt im August 2015 erkunden konnte.

Mit neuen, innovativen Konzepten beweisen die Duisburger Philharmoniker immer wieder ihre Lust an der musikalischen Grenzüberschreitung. So setzen sie in der Saison 2018/2019 zwei Projekte fort, die in der vergangenen Spielzeit mit großem Erfolg gestartet sind. Die Konzertreihe BEAT mit den Schlagzeugern von „Repercussion“ geht ebenso in ihre zweite Runde wie „Kai & Friends“.

Mit diesen Veranstaltungen werden ganz bewusst neue Publikumsschichten angesprochen, denen die Duisburger Philharmoniker nun auch beim Kartenpreis ein attraktives Angebot machen können: Im Mai 2018 wird ein Kulturticket eingeführt, mit dem alle ordentlich eingeschriebenen Studierenden der Universität Duisburg-Essen die Konzerte der Duisburger Philharmoniker sowie Schauspiel- und Opernvorstellungen im Theater Duisburg zum Preis von nur einem Euro besuchen können. In Kooperation mit dem AStA der Universität wird hier ein starker Impuls zu kultureller Teilhabe gegeben, auf den wir wirklich stolz sein können.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, unser Orchester auch weiterhin auf seinen vielfältigen Wegen zu begleiten und wünschen Ihnen eine großartige Konzertsaison 2018/2019!

Sören Link Oberbürgermeister

Sören Link
Oberbürgermeister

Thomas Krützberg Kulturdezernent

Thomas Krützberg
Kulturdezernent

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Dr. Karl-Ulrich Köhler
Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Duisburger Philharmoniker,

keine Frage: Klassik hat Konjunktur! Der Sparten­bericht des Statistischen Bundesamtes legt für das Jahr 2017 beeindruckende Zahlen vor. 5,2 Millionen Menschen lauschten allein den klassischen Konzerten der öffentlich finanzierten Orchester und Rundfunk-Klangkörper. Nimmt man noch das Publikum der Klassik-Festivals sowie des Musik- und Tanztheaters hinzu, dann kommt man auf die stolze Summe von 18,2 Millionen Besuchern – und die Tendenz ist steigend!

Ich kann mich noch gut an die Alarmstimmung zur Zeit der Jahrtausendwende erinnern. Da wurde mit dem Hinweis auf die Überalterung des Publikums von verschiedenen Seiten das baldige Ende des klassischen Konzertbetriebs prophezeit. Die Institutionen reagierten schnell: Überall wurden Programme gestartet, die den Nachwuchs an die klassische Musik heranführen sollten. Die Duisburger Philharmoniker spielten hier von Anfang an ganz vorne mit. Als eines der ersten Orchester im Land engagierten sie einen fest angestellten Musikpädagogen und etablierten mit klasse.klassik 2003 ein Education-Projekt, das jährlich Tausende von Kindern aller Altersklassen für die klassische Musik begeistert. Dieses vorbildliche Engagement wird auch durch die Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker seit langem tatkräftig gefördert.

Und die Bildungsarbeit trägt bereits unübersehbar Früchte. Das Publikum wird nicht nur zahlen­mäßig größer, es wird auch immer jünger. Befeuert wurde die Trendwende in der Klassikwelt zweifellos auch durch die spektakulären Neueröffnungen großer Konzertsäle wie der Elbphilharmonie Hamburg und des Pierre-Boulez-Saales in Berlin. Hier sind nicht nur moderne Veranstaltungsorte mit exzellenter Akustik entstanden, sondern architektonisch attraktive Begegnungsstätten, die Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft zusammenbringen.

Die Philharmonie Mercatorhalle bietet dazu gleichfalls hervorragende Voraussetzungen. Und so können auch die Duisburger Philharmoniker eine stetig wachsende Nachfrage verzeichnen. Die vergangene Saison wies die höchsten Besucherzahlen der letzten zehn Jahre auf. Dafür war neben der überragenden Qualität unseres Orchesters auch das Engagement treuer Sponsoren verantwortlich. Nur durch ihre großzügige Unterstützung bleibt es weiterhin möglich, regelmäßig Solisten und Dirigenten von Weltrang präsentieren zu können.

Was mich persönlich immer besonders bewegt, ist die große Begeisterungsfähigkeit des Duisburger Publikums – ganz gleich, ob bei den Konzerten in der Mercatorhalle oder an den vielen anderen Spiel­orten, die unsere Philharmoniker durch ihre innovativen Formate mit Leben und Klang füllen. Das wurde nun auch von unabhängiger Seite bestätigt: Im bundes­weiten Wettbewerb des Musikmagazins concerti sind wir von einer illustren Jury zum ersten „Publikum des Jahres“ gekürt worden. In der Begründung wurde besonders auf „die persönliche Verbundenheit des Publikums und der Region mit dem Orchester“ verwiesen. Was kann es Schöneres geben?

Im Namen aller Freunde der Duisburger Philharmoniker wünsche ich Ihnen weiterhin mit­reißende Musikerlebnisse und freue mich, gemeinsam mit Ihnen Teil der „Orchesterfamilie“ zu sein.

Dr. Karl-Ulrich Köhler Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

Dr. Karl-Ulrich Köhler
Präsident der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

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Prof. Dr. Alfred Wendel Intendant

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde!

nun ist es also offiziell: Die Duisburgerinnen und Duisburger waren „Publikum des Jahres 2017“, gekürt von mehr als 18.500 Musikbegeisterten und einer Expertenrunde des Fachmagazins concerti. In den vier Kategorien „Treue“, „Begeisterung“, „Aktivitäten“ und „Altersstruktur“ konnte das Duisburger Publikum die Konkurrenz klar abhängen. Das hat uns natürlich mächtig gefreut und dazu möchten wir Ihnen, den Preisträgerinnen und Preisträgern, auch ganz herzlich gratulieren. Von Ihrer Treue konnten wir uns im „Exil“ am Marientor ja mehrere Jahre lang überzeugen. Ihre Begeisterungsfähigkeit stellen Sie in jedem Konzert eindrucksvoll unter Beweis. Dass Sie ein ganz besonders „aktives“ Publikum sind, erkennen wir nicht nur am großen Engagement unseres Freundes­kreises, sondern auch an Ihrer Bereitschaft, immer wieder neue Spielorte, Konzertformate und Schnittstellen zu anderen Künsten mit uns zu erkunden. Die Altersstruktur des Duisburger Publikums hat sich nicht zuletzt durch unser konzertpädagogisches Projekt klasse.klassik in den letzten Jahren merklich verjüngt. Im Sinne einer umfassenden Teilhabe machen wir außerdem gezielte Angebote an eher „klassikferne“ Bevölkerungsgruppen, die mit zunehmendem Interesse angenommen werden. Großen Zuspruch finden auch die „Herzmusik“-Konzerte für Menschen mit Demenz, die wir durch die emotionale Sprache der Musik ganz unmittelbar erreichen können. Das sind auch für die Mitglieder der Duisburger Philharmoniker immer wieder tief bewegende Erlebnisse, die wir nicht missen möchten.

Souverän und sensitiv

Diese besondere Beziehung zu unserem Publikum wollen wir natürlich erhalten und möglichst noch intensivieren. Dazu haben wir auch für die Spielzeit 2018/2019 wieder ein äußerst reiches und vielfältiges Konzertpaket für Sie gepackt. Bereits in der vergangenen Spielzeit hat Axel Kober, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, sein Amt als Chefdirigent der Duisburger Philharmoniker aufgenommen. Ebenso wie im Orchestergraben konnte sich der Maestro auch auf dem Konzert­podium als souveräner Lenker und sensitiver Gestalter profilieren, der Publikum und Presse gleichermaßen überzeugte. So freuen wir uns schon ganz besonders auf die drei Philharmonischen Konzerte, die Axel Kober in dieser Spielzeit übernimmt. In Bruckners „Siebter“, Beethovens „Achter“ und der überwältigenden „Auferstehungssinfonie“ von Gustav Mahler beweist der gebürtige Franke und regelmäßige Gast auf dem „Grünen Hügel“ von Bayreuth seine besondere Affinität zur deutschen Klassik und Romantik. Mit Carl Maria von Webers Klarinettenkonzert f-Moll bietet er dazu unserem neuen, vielfach preisgekrönten Solo-Klarinettisten Christoph Schneider die Gelegenheit zu einem virtuosen Einstand.

Drei Konzerte dieser Saison liegen in den Händen ehemaliger „Artists in Residence“, die sich dem Metier der Orchesterleitung auf der Basis einer umfangreichen solistischen Erfahrung angenähert haben. Der Hornist Radek Baborák stellt Mozarts anmutige Sinfonia concertante für vier Bläser und Orchester der choralstrengen Sinfonie Nr. 5 von Anton Bruckner gegenüber. Auch der Geiger Kolja Blacher ist in Personalunion als Solist und Dirigent zu erleben – mit Beethovens zweiter Sinfonie und dem Violinkonzert von Johannes Brahms. Der große Tenor Christoph Prégardien gibt sein Dirigierdebüt bei den Duisburger Philharmonikern mit einem reinen Mozart-Programm, in dessen Zentrum das von Legenden umwobene unvollendete Requiem steht.

Mit Jan Willem de Vriend und Reinhard Goebel begrüßen wir wieder zwei bedeutende Vertreter der historischen Aufführungspraxis, die mit unserem Orchester bereits in der Vergangenheit das Repertoire der Aufklärungsepoche in musiksprachlich differenzierten Interpretationen erarbeitet haben. Während Reinhard Goebel Ludwig van Beethoven im Spiegel seiner Zeit(genossen) zeigt, untersucht sein niederländischer Kollege mit Werken von Mozart, Schubert und Camille Saint-Saëns die Wandlungen des Orchester-Kolorits von der Wiener Klassik bis zur französischen Romantik.

Bravour mit slawischem Zungenschlag

Natürlich knüpfen wir in dieser Spielzeit auch wieder neue Kontakte zu profilierten Persönlich­keiten der internationalen Dirigierszene. Ein aus­gewiesener Spezialist der Avantgarde ist Peter Hirsch, der dem großen Kölner Komponisten Bernd Alois Zimmermann zum 100. Geburtstag mit zwei Zentral­werken die Reverenz erweist. Exotische Fernen in Raum und Zeit steuert der italienische Maestro Fabrizio Ventura in Duisburg und beim Gastkonzert in der Mailänder Sala Verdi an – dem zweiten großen Auswärtsspiel der Saison neben unserem Besuch im ehrwürdigen Amster­damer Concertgebouw. Clemens Schuldt, der junge Chefdirigent des Münchener Kammer­orchesters, bietet in Werken von György Ligeti und Sergej Prokofjew funkelnde Orchester­bravour mit spezifisch slawischem Zungenschlag. Unter seiner Leitung steht auch der traditionelle Besuch der „Artists in Residence“ bei den Duisburger Philharmonikern: Das Armida Quartett hat sich dazu ein jazzaffines, äußerst unterhalt­sames Werk des Schweizer Komponisten Daniel Schnyder ausgesucht. Für eine avancierte Moderne, die gleichwohl stets die Nähe zum Publikum sucht, steht auch der Duisburger Komponist Hauke Berheide. Er schrieb im Auftrag der Duisburger Philharmoniker ein neues Cellokonzert, das die ukrainische Dirigentin und Grazer Orchester­chefin Oksana Lyniv aus der Taufe hebt – mit Maximilian Hornung als ausdrucksstarkem Solisten.

Womit wir beim Kreis hochrangiger Virtuosen wären, die unsere Philharmonischen Konzerte auch in dieser Spielzeit bereichern. Wir freuen uns auf die Wiederbegegnung mit der Geigerin Mirijam Contzen, dem Pianisten Denys Proshayev und dem Organisten Gunther Rost, der unsere wunderbare Eule-Orgel machtvoll brausen lassen wird. Mit Harriet Krijgh (Violoncello) und Edoardo Zosi (Violine) heißen wir zwei Nachwuchskünstler willkommen, von denen bereits allerorten die Rede ist. An der Seite Radek Baboráks sind mit Stephan Dreizehnter (Flöte) und Jens-Hinrich Thomsen (Fagott) auch zwei unserer Philharmoniker als Solisten zu erleben, dazu die Berliner Oboistin Viola Wilmsen. Julia Kleiter (Sopran), Elvira Bill (Mezzosopran), Sebastian Kohlhepp (Tenor) und Henning von Schulman (Bass) bilden das hoch­klassige junge Sängerteam in Christoph Prégardiens Mozart-Projekt, chorisch unterstützt durch die Audi Jugendchorakademie, einem Auswahl­ensemble von 80 begeisterten jungen Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland. Für die Vokal­partien in Mahlers Auferstehungssinfonie konnten wir mit dem philharmonischen chor duisburg, der Sopranistin Anke Krabbe aus dem Ensemble der Rheinoper sowie der erfahrenen Konzert­sängerin Ingeborg Danz exzellente Partner gewinnen. Die renommierte Altistin, unseren Philharmonikern aus vielen gemeinsamen Projekten vertraut, hat sich überdies bereit erklärt, ihr profundes sängerisches Wissen im Rahmen des Duisburger Meisterkurses weiterzugeben.

Liebe und Wahn

Von hohem Rang und Namen sind auch die Gäste, die wir im Rahmen unserer Kammerkonzerte am frühen Sonntagabend begrüßen können. Weltelite in Duisburg – das ist nur durch die großzügige Unterstützung unserer treuen Sponsoren möglich, denen ich dafür an dieser Stelle meinen besonderen Dank aussprechen möchte. Dass die Stars der Klassikszene hier nicht nur glanzvoll debütieren, sondern zu beständigen Freunden werden, die gerne wiederkommen, dafür gibt es gleich zwei gute Gründe: Zum einen die Philharmonie Mercatorhalle mit ihrer überragenden Akustik und ihrem hohen Wohlfühlfaktor, zum anderen die Wachheit und Freundlichkeit des Duisburger Publikums – beides wird uns von unseren illustren Gästen immer wieder bestätigt.

In diesem Jahr schält sich aus der Kammer­konzert-Reihe ein kleiner Vokalgipfel heraus: Valer Sabadus, der zu den gefragtesten Counter­tenören der Welt zählt, zeichnet gemeinsam mit den Barock-Spezialisten von Concerto Köln die Künstler­freundschaft seines legendären Fach-Vorgängers Farinelli mit dem großen Librettisten Pietro Metastasio nach. Die Sopranistin Annette Dasch und das Fauré Quartett lassen ein Lieblingsthema des romantischen Liedes aufklingen: die unerfüllte Liebe. Wohin das im Extremfall führen kann, zeigen Anna Lucia Richter (Sopran) und ihr Klavierpartner Michael Gees bei einem Programm unter dem Titel „Wahn und Sinn“. Nicht das gesungene, sondern das gesprochene Wort steht im Mittelpunkt eines Abends zum 150. Geburtstag der großen Wuppertaler Dichterin Else Lasker-Schüler, den die Schauspielerin Martina Gedeck gemeinsam mit dem gefeierten Mandolinen-Virtuosen Avi Avital und dem Cellisten David Adorján konzipiert hat.

Wir freuen uns ganz besonders, dass die große russische Pianistin Elisabeth Leonskaja wieder den Weg nach Duisburg findet, um die expansiven Form­konzepte Franz Schuberts mit der konzen­trierten Miniaturenkunst der Zweiten Wiener Schule zu kontras­tieren. Ganz der poetischen Wunderwelt Schuberts widmet sich im „Piano Extra“ der scheidende Folkwang-Professor Till Engel mit seinem Meister­schüler Mark Kantorovic. Boris Giltburg, unser letztjähriger „Artist in Residence“, erkundet die verschlungenen Pfade der 24 Préludes von Sergej Rachmaninow. Zwei weitere Pianisten von inter­nationalem Ruf kommen mit spannenden Kammer­musik-Projekten nach Duisburg: Anna Malikova und das Belenus Quartett stellen sich die beiden großen Klavierquintette von Robert Schumann und Dmitri Schostakowitsch auf die Pulte; Alexander Melnikov und seine langjährige Duopartnerin, die Geigerin Isabelle Faust, schlagen einen Bogen von der französischen Romantik zu höchst gegensätzlich temperierten Werken der klassischen Moderne. Zur Orchesterbühne weitet sich das Kammermusikpodium, wenn das internationale junge Streicher-Ensemble „les essences“ um unseren Konzert­meister Önder Baloglu mit seinem entdeckungsfreudigen Programm anrückt.

Der Klang unserer Stadt

Eine schier grenzenlose Entdeckerfreude prägt auch die Aktivitäten, mit denen sich die Mitglieder des Berliner Armida Quartetts als „Artists in Residence“ präsentieren. Beim Kammerkonzert in der Mercatorhalle rahmt Klassisches von Mozart und Beethoven das ereignisreiche erste Streichquartett der Tatarin Sofia Gubaidulina ein. Von den Kulturen des Ostens ist auch ein Programm unter dem Motto „Tiefenrausch“ inspiriert – mit Musik von Marko Nikodijevic, Frangis Ali-Sade und Béla Bartók. Die musikalischen Entladungen, die der Titel „Mozart Exploded“ verheißt, darf man bei einem gemeinsamen Abend mit Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker wohl zu Recht erwarten.

Wir laden unsere „Artists in Residence“ immer dazu ein, über den Tellerrand des Mainstream-Repertoires hinaus zu schauen, uns an ihren Expeditionen in unerforschte Klangwelten teilnehmen zu lassen. Diese besondere Neugier, diese Lust an der Grenzüberschreitung zieht sich wie ein roter Faden durch unser Saisonprogramm, das noch viele weitere Überraschungen bereithält. Dazu gehört das Johann Sebastian Bach gewidmete Konzert mit Kai Schumacher und seinen Freunden, dazu gehört auch die zweite Folge von BEAT mit dem furiosen Schlagzeug-Ensemble „Repercussion“. Wir freuen uns, dass wir für besonders ambitionierte Projekte wie den Beethoven-Zyklus von Saleem Ashkar unsere Zusammenarbeit mit dem Lehmbruck Museum noch weiter ausbauen konnten. Für viele ganz spezielle „Gigs“ schwärmen unsere Philharmoniker auch gerne in die Stadtteile aus, erobern neue Räume, gehen auf neue Hörerschichten zu. Ob es das Gemeindehaus in Duisburg-Ruhrort ist oder eine schwimmende Bühne auf der Regattabahn im Sportpark – mit jedem neuen Event möchten wir den ganz eigenen und unverwechselbaren Klang unserer Stadt mitgestalten.

Wir laden Sie herzlich ein, uns dabei auch in der Spielzeit 2018/2019 wieder zu begleiten.

Prof. Dr. Alfred Wendel Intendant

Prof. Dr. Alfred Wendel
Intendant

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