Valer Sabadus

Countertenor

Mit seiner glasklaren und andro­gynen Stimme singt Valer Sabadus trotz seines jungen Alters bereits in der Riege der welt­besten Counter­tenöre. Die Saison 2015/2016 startete er als Kaiser Nerone in Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ – ein heraus­ragen­des Rollen- und Theater­debüt am Theater an der Wien. Bei den Händel-Fest­spielen Karlsruhe 2016 verkörperte er auch in der Wieder­aufnahme von „Teseo“ die Titel­rolle, für die er wie schon 2015 begeisterte Rezen­sionen erhielt. Besondere Höhe­punkte der Spiel­zeit 2016/2017 waren Produk­tionen von zwei Cavalli-Opern – „Eliogabalo“ (Rolle des Giuliano) an der Opéra de Paris und „Giasone“ (Titelpartie) in Genf und Händels „Alcina“ in Basel.

Zudem konzertiert der Sänger regel­mäßig mit renommierten Original­klang-Ensembles wie Concerto Köln, Hofkapelle München, Accademia Bizantina, Kammerorchester Basel, Arpeggiata und Il Pomo d’Oro.

Valer Sabadus ist Exklusiv­künstler von Sony Classical, im Herbst 2015 erschien seine CD „Caldara“, auf der er vom Ensemble Nuovo Aspetto begleitet wird. Für seine Solo-CD „Le belle immagini“ mit Arien von C. W. Gluck erhielt er einen ECHO Klassik 2015. Anfang 2017 ist seine aktuelle CD „Duetti Sacri“ mit Nuria Rial und dem Basler Kammer­orchester erschienen.

Internationale Bekannt­heit erlangte Valer Sabadus 2012 für seine heraus­ragende Inter­preta­tion als Semira in Leonardo Vincis Oper „Artaserse“ an den Opern­häusern von Nancy, Lausanne und Köln, dem Theater an der Wien, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra Royal de Versailles und dem Concertgebouw Amsterdam. Die Produktion erschien auch als CD und DVD und erhielt zahl­reiche Preise. Im gleichen Jahr wurde ihm der Preis der deutschen Schall­platten­kritik für seine Solo-CD „Hasse Reloaded“ (OehmsClassics) verliehen. Großen inter­natio­nalen Erfolg feierte er auch als Menelao in Francesco Cavallis wieder­entdeckter Oper „Elena“ beim Festival Inter­national d’Art Lyrique d’Aix-en-Provence. Ein weiterer Meilen­stein seiner Karriere war sein fulmi­nantes Debüt in der Titel­rolle von Händels „Xerxes“ an der Deutschen Oper am Rhein in der Inszenierung von Stefan Herheim.

Die Spielzeit 2017/18 begann mit der Über­nahme der Pariser Produk­tion „Eliogabalo“ in Amsterdam. Gemein­sam mit Concerto Köln war Valer Sabadus zu Konzerten in Moskau und St. Petersburg eingeladen. In der Produktion „Jephtha“ an der Pariser Bastille hat der Künstler die Partie des Engels über­nommen. In der Neu­produk­tion „Incoronazione di Poppea“ an der Oper Zürich singt Valer Sabadus den Nerone.

Foto: schneiderphotography
Februar 2018

Auftritte in der Spielzeit 2018/2019: