Concerto Köln

Alte Musik am Puls der Zeit

Leidenschaftliches Musizieren und die ungebrochene Lust an der Suche nach dem Unbekannten sind die Marken­zeichen von Concerto Köln. Seit mehr als 30 Jahren zählt das Orchester mit dem unverwechsel­baren Klang zu den führenden Ensembles im Bereich der histori­schen Aufführungs­praxis. Mit regel­mäßigen Auftritten in den Musik­metropolen der Welt und bei renommierten Festivals steht Concerto Köln für heraus­ragende Inter­preta­tionen Alter Musik. Gleichzeitig ist es fest im Kölner Musik­leben verwurzelt. Projekte u. a. mit den Chören des Bayerischen und des Nord­deutschen Rund­funks, dem ChorwerkRuhr sowie dem Schwedischen Rund­funk­chor demonstrieren die Wert­schätzung, die Concerto Köln in der Zusammen­arbeit mit Vokalensembles erfährt.

Die Spielzeit 2017/18 steht im Zeichen großer Auslands­tourneen: Mit Bachs „Branden­burgischen Konzerten“ wird Concerto Köln in Mexiko auftreten, mit Valer Sabadus wird es die soeben aufgenommene CD (Sony-Classics) in Moskau und St. Petersburg vorstellen, und mit Vivaldis „Vier Jahres­zeiten“ wird das Ensemble zusammen mit seinem Konzert­meister und Solisten Shunske Sato in Luxemburg, Malta und in New York zu hören sein. Zum ersten Mal wird Concerto Köln mit dem Nederlands Kamerkoor unter Peter Dijkstra zusammen­arbeiten und bei einer Tournee durch die Nieder­lande, Deutschland und Ungarn Bachs „Weihnachtsoratorium“ aufführen. Darüber hinaus wird das Ensemble mit dem Geiger Giuliano Carmignola in Bukarest, der Sopranistin Julia Lezhneva in Amsterdam, Frankfurt und München und der Geigerin Midori Seiler in Köln auftreten. Bei dem Festival ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln wird Concerto Köln zusammen mit dem Ensemble Musikfabrik die Urauf­führung eines für die beiden Ensembles komponierten Auftrags­werkes von Hèctor Parra spielen.

Mit der Spielzeit 2017/2018 beginnt für Concerto Köln das Projekt „Wagner-Lesarten“. Dieses Projekt, von Kent Nagano initiiert und geleitet, beschäftigt sich in den kommenden Jahren mit der Erarbeitung von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ aus dem Blick­winkel der historischen Auf­führungs­praxis. Die Kunst­stiftung NRW und die Strecker-Stiftung unterstützen das Ensemble bei diesem künst­lerisch-wissen­schaftlichen Projekt.

Mayumi Hirasaki, Markus Hoffmann, Shunske Sato und Evgeny Sviridov als ständige Konzert­meister sowie Lorenzo Alpert als Künstlerischer Leiter stehen für die Aus­richtung des selbst­verwalteten Orchesters. Seit vielen Jahren beweisen die Musiker in der Auswahl ihrer Projekte, dass sich künstlerischer Anspruch und Publikums­erfolg nicht widersprechen.

Unter den bedeutenden Dirigenten, mit denen Concerto Köln in jüngerer Zeit zusammen­arbeitete, finden sich prominente Namen wie Ivor Bolton, Kent Nagano, Peter Dijkstra, Andrea Marcon und Gianluca Capuano. Die lang­jährige Zusammen­arbeit mit René Jacobs ist durch mehrere preis­gekrönte CD-Einspielungen dokumentiert, darunter Mozarts „Così fan tutte“, Händels „Saul“ und Grauns „Cleopatra e Cesare“. Die Disko­grafie des Ensembles umfasst mittlerweile mehr als 70 Aufnahmen, die zahlreiche Preise gewannen, darunter der ECHO Klassik, der Grammy Award, der Preis der Deutschen Schall­platten­kritik, der MIDEM Classic Award, der Choc du Monde de la Musique, der Diapason d’Année und der Diapason d’Or. Seit 2008 ist Concerto Köln eng mit dem Label Berlin Classics verbunden, bleibt daneben aber auch für andere Labels aktiv.

Concerto Köln interpretiert auch Standard­repertoire so spannend, als würde man es zum ersten Mal hören. Dies gelang in der Aufnahme der „Branden­burgischen Konzerte“ ebenso wie jüngst mit der fulminanten Neu­ein­spielung der „Vier Jahreszeiten“ durch Shunske Sato (beide bei Berlin Classics). Diese Aufnahme entstand in enger Zusammen­arbeit mit dem High-End-Spezialisten MBL: In dem Bestreben, das Live-Erlebnis wiederzugeben, wurde das Konzert ohne korri­gierende Schnitte und in höchster audio­philer Qualität aufgenommen.

Internationale Aufmerksamkeit erregte die umjubelte und vielfach ausge­zeichnete Wieder­entdeckung von Vincis „Artaserse“ (Erato) mit Philippe Jaroussky, Franco Fagioli, Max Emanuel Cencic und Valer Sabadus in den Haupt­rollen. Die zuletzt veröffent­lichten Auf­nahmen – darunter Werke von Johann Sebastian Bach (u. a. mit Giuliano Carmignola, dem Chor des Bayerischen Rund­funks und Mahan Esfahani), Violink­onzerte von Haydn mit Midori Seiler (Berlin Classics) sowie Mahan Esfahanis Projekt „Time Present and Time Past“ (DG) – sind erneut Zeugnis für die stilisti­sche Band­breite und die hoch­karätigen künstle­rischen Partner­schaften von Concerto Köln.

Als Kulturbotschafter der Europäischen Union (2012) gehört das Orchester auch in Köln und Nord­rhein-West­falen zu den musikalischen Aushänge­schildern. Dabei kann es sich für die Umsetzung seiner Ideen auf die Hilfe zahl­reicher Partner verlassen: Das Minis­terium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nord­rhein-West­falen sowie die Kunst­stiftung NRW und das Goethe-Institut unterstützen das Ensemble u. a. bei der Erforschung und der Umsetzung von musikalischen Projekten. Die Rhein­Energie­Stiftung Kultur und die Stiftungen der Kreis­spar­kasse Köln ermög­lichen maßgeblich das umfang­reiche und einzig­artige Vermittlungs­programm „Die Hörpiraten“. Mit den After­Work­Classix unterstützt der TÜV Rheinland eine Konzert­reihe, bei der dem Publikum neue Programme und wieder­entdeckte Werke präsentiert werden. Seit 2009 besteht zudem eine enge Partner­schaft mit dem High-End-Audio­spezialisten MBL, die dem Orchester eine intensive Aus­ein­ander­setzung mit dem Klang und der Wieder­gabe von Aufnahmen ermöglicht.

Foto: Harald Hoffmann
Juli 2017

Auftritte in der Spielzeit 2018/2019: