Unmögliche Liebe

Unmögliche Liebe

7. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Carl St. Clair
Dirigent

Angela Brown
Sopran

Kevin Deas
Bassbariton

philharmonischer chor duisburg

7. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Carl St. Clair Dirigent · Foto: Marco Borggreve

Carl St. Clair Dirigent
Foto: Marco Borggreve

7. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Angela Brown Sopran · Foto: Roni Ely

Angela Brown Sopran
Foto: Roni Ely

7. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Kevin Deas Bassbariton

Kevin Deas Bassbariton

Liebe, die nicht sein soll. Liebe im Widerstreit mit der Welt. Romeo und Julia gehen zugrunde an der Erbfeindschaft ihrer Familien, die sich erst über den Leichen der Kinder versöhnen. Der gehbehinderte Porgy kann der leichtlebigen Bess keine Zukunft bieten; sie verlässt ihn und das Elend in den Slums der „Catfish Row“ für eine ungewisse Zukunft in der Stadt. In seinem 1938 uraufgeführten Ballett „Romeo und Julia“ hielt sich Sergej Prokofjew eng an William Shakespeares berühmte Vorlage. Er integrierte sogar Tanzrhythmen der italienischen Renaissance in seine melodiöse, emotional lodernde Partitur. George Gershwin, dessen Geburtstag sich 2018 zum 120. Male jährt, schuf mit „Porgy and Bess“ die amerikanische Volksoper schlechthin. Das Stück, das seine Premiere 1935 am Broadway feierte, schlägt mit souveräner Hand eine Brücke zwischen der europäischen Operntradition und dem amerikanischen Showbusiness.

Carl St. Clair hat die Duisburger Philharmoniker schon im März 2011 mit einem zündenden Programm dirigiert. Der Texaner ist seit über 20 Jahren Musikdirektor des Pacific Symphony Orchestra und hat auch Chefpositionen in Weimar und an der Komischen Oper Berlin bekleidet. Unter seiner Leitung kommen die beiden Bühnen-Schwergewichte in abgespeckter Form aufs Podium: Bei Prokofjew bedient er sich dazu der Suiten, die der Komponist selbst für den Konzertsaal zusammengestellt hat. Die großen Songs aus Gershwins „Porgy and Bess“ wurden vom legendären Broadway-Arrangeur Robert Russell Bennett zu einer lockeren Folge verbunden. Welthits wie „Summertime“, „I Got Plenty o’ Nuttin’“ oder „It Ain’t Necessarily So“ werden in Duisburg von zwei großen amerikanischen Sängerpersönlichkeiten interpretiert: Angela Brown zählt seit ihrem triumphalen MET-Debüt als „Aida“ zu den großen Verdi-Sopranen unserer Zeit. Trotz ihrer Opernerfolge hat sie sich eine besondere Liebe zur amerikanischen Musiktradition bewahrt. Das gilt auch für den Bassbariton Kevin Deas, der rund um den Globus als „Porgy“ gefeiert wird – was ihn nicht daran hindert, als stilistisch versierter Konzertsänger in Bachs Passionen hervorzutreten.

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