Cinema in Concert

Cinema in Concert

Rotation

Duisburger Philharmoniker

Anthony Weeden Dirigent

Kerenza Peacock Violine

Warped Type:

Andreas Huck, Roland Nebe Live Visuals

Christoph Böll Kunstfilm „Kirmes“

Rotation ist das grundlegende Weltprinzip. Elektronen kreisen um Atomkerne wie Planeten um Sonnen. Rollstühle und Riesenräder leben ebenso vom Drehmoment wie Schallplatten und Filmspulen. Anthony Weeden und die Duisburger Philharmoniker spüren dem Prinzip der Rotation in großer Film­musik und kreativen Musikfilmen nach – ein Projekt, das sich um Dinge dreht, die sich drehen. Dokumentarfilmer Christoph Böll geht zum Dreh auf die Kirmes, filmt Fahrgeschäfte – und entdeckt im Kreisen der Räder eine Mahler’sche Melancholie. Filmmusik-Legende Erich Wolfgang Korngold treibt den „Herrn der sieben Meere“ rund um den Globus. Der Isländer Jóhann Jóhannsson schreibt den Soundtrack zum Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ – ein Portrait des Physikers Stephen Hawking, der im Rollstuhl über das universale Kreisen nachdenkt. Zu den rotierenden Patterns in Jóhannssons Erfolgsalbum „Orphée“ erkunden die Videokünstler Roland Nebe und Andreas Huck („Warped Type“) die Kreisbahnen der Himmelskörper. Wem sich bei all diesen Rotationen der Kopf dreht, der ist bereits mitten in Hitchcocks „Vertigo“ – und dem kongenialen Soundtrack von Bernard Herrmann.

Ein Auftritt mit David Byrne, dem ehemaligen Frontmann der „Talking Heads“, brachte Anthony Weeden und die Duisburger Philharmoniker anlässlich der RuhrTriennale 2006 erstmals zusammen. Drei Jahre später leitete der britische Dirigent und Arrangeur das Orchester noch einmal „mit glühender Hingabe“ – bei einem Konzert am Hochofen im Landschaftspark Nord.

Foto: Christoph Böll

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