Brahms im Dialog

Duisburger Philharmoniker

Aivis Greters Dirigent

Asya Fateyeva Saxophon | Artist in Residence

Philharmonischer Chor Duisburg

Marcus Strümpe Chorleitung

1840 hat der Belgier Adolphe Sax das Saxophon erfunden, ein paar Jahre später ließ er es in Paris patentieren. Brahms hätte also schon für Saxophon schreiben können – hat er aber nicht. Wie das geklungen haben könnte, zeigt Asya Fateyeva, die als Artist in Residence eine ganze Spielzeit lang die klangliche Vielseitigkeit des Saxophons demonstrieren wird. In der Bearbeitung von Stephan Koncz, einem der Cellisten der Berliner Philharmoniker, präsentiert sie eine der beiden Klarinettensonaten, die Brahms am Ende seines Lebens für den Virtuosen Richard Mühlfeld geschrieben hat: eine Art kammermusikalisches Herbstgold des gereiften Tonschöpfers, den wir in diesem Konzert auch als versierten Chorkomponisten erleben werden. Vor der Klarinettensonate bringt Asya Fateyeva ein Auftragswerk der Duisburger Philharmoniker zur Uraufführung – und erweitert so gleich auch das Repertoire für ihr musikgeschichtlich noch recht „junges“ Instrument. Seine Fantasie in Es-Dur – der Tonart, in der auch die 2. Klarinettensonate steht – versteht der israelische Komponist Avner Dorman dabei als Kommentar zu Brahms. In der zweiten Konzerthälfte hat der lettische Dirigent Aivis Greters dann noch Werke seiner Landsleute Pēteris Vasks und Rihards Dubra aufs Programm gesetzt – als Ausdruck der überaus reichen Musiktradition seiner baltischen Heimat.

Öffentliche Probe
Dienstag, ab 11:30 Uhr,
Eintritt frei

Foto Aivis Greters: Aiga Rēdmane

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