Gisbert zu Knyphausen

Nach einem Aufenthalt in Berlin studierte zu Knyphausen Musiktherapie in Nijmegen, Niederlande. Im August 2005 gründete er mit Philipp Heintze das Indie-Label Omaha Records. Im darauffolgenden Herbst trat er erstmals unter seinem eigenen Namen alleine öffentlich auf, inzwischen bevorzugt er die Dynamik einer ganzen Band bei den meisten seiner Auftritte. Sein Debütalbum Gisbert zu Knyphausen erschien am 25. April 2008 bei PIAS Germany. Es enthält sowohl solistische als auch mit Band begleitete Lieder. Zu Knyphausens Texte haben einen melancholischen, aber meist hoffnungsvollen Charakter. Als musikalische und lyrische Einflüsse nennt zu Knyphausen ClickClickDecker, Ton Steine Scherben und Element of Crime. 2009 wurde zu Knyphausen mit dem HANS als bester Hamburger Künstler ausgezeichnet. Von Oktober 2006 bis April 2010 lebte zu Knyphausen in Hamburg, anschließend zog er nach Berlin.

Am 23. April 2010 erschien sein zweites Album Hurra! Hurra! So nicht., das auf Platz 12 in die deutschen Albumcharts einstieg. Am 29. Oktober 2010 veröffentlichte zu Knyphausen gemeinsam mit Nils Koppruch eine Split-Single, die den Song Knochen und Fleisch enthält, der zuvor bereits auf einem Sampler zugunsten des Hamburger Straßenmagazins Hinz&Kunzt erschienen war. Am 3. März 2011 erschien auf dem Bielefelder Label Kapitän Platte eine weitere Split-7-Single gemeinsam mit der Band Lichter, auf der sie sich gegenseitig covern. zu Knyphausen spielte Lichters Leerer Raum und Lichter interpretierten Spieglein Spieglein.

In dem 2011 erschienenen Film Halt auf freier Strecke von Andreas Dresen ist zu Knyphausen mit Sommertag im Abspann zu hören. 2011 trat er bei einigen Konzerten gemeinsam mit Francesco Wilking und Moritz Krämer und deren Projekt Die Höchste Eisenbahn auf, auch auf der 2012 erschienenen EP Unzufrieden war er in dem Lied Der Himmel ist Blau mit einem Gesangspart vertreten. 2012 arbeitete er bis zu dessen Tod mit Nils Koppruch zusammen. Unter dem Namen Kid Kopphausen gründeten sie gemeinsam eine Band und veröffentlichen das Album I.

2013 beteiligte sich zu Knyphausen am Märchen-Projekt Es war einmal und wenn sie nicht. und las Der Froschkönig oder Der eiserne Heinrich für diese Doppel-CD ein.

2014 begleitete er Olli Schulz bei seiner Tournee. Er spielt den Bass in dessen Band und auch bei den Aufnahmen des Albums Feelings aus der Asche, das im Januar 2015 erschien und Platz vier der Albumcharts erreichte. Bereits bei Schulz’ vorherigen Alben Es brennt so schön (2009) und SOS – Save Olli Schulz (2012) war zu Knyphausen als Gastmusiker beteiligt.

Im Oktober 2017 veröffentlichte zu Knyphausen sein drittes Album Das Licht dieser Welt, das von Jean-Michel Tourette (Wir sind Helden) produziert wurde.

Foto: Dennis Williamson

Auftritte in der Spielzeit 2019/2020: