Walzerglanz und Hörnerschall

Walzerglanz und Hörnerschall

11. Philharmonisches Konzert

Spielzeit 2015/2016

Constantin Trinks Dirigent

Ioan Ratiu Horn

David Barreda Tena Horn

Nicolai Frey Horn

Waltraud Prinz Horn

Duisburger Philharmoniker

„In mir paukt und trompetet es seit einigen Tagen sehr; ich weiß nicht, was daraus werden wird.“ Wir wissen es heute zum Glück ganz genau: Kurz nach dieser brieflichen Mitteilung an den Freund und Kollegen Felix Mendelssohn Bartholdy notierte Robert Schumann 1845 die ersten Skizzen zu seiner zweiten Sinfonie. Was da in dem Komponisten paukte und trompetete, fand denn auch unmittelbar Eingang in das neue Werk, das von wuchtigen Fanfarenklängen und würdevoller Choral­andacht geprägt ist. Ganz ohne Trübungen indes bleibt die festfreudige C-Dur-Sphäre der Sinfonie nicht – besonders in den schmerzgetränkten chromatischen Linien des Adagio espressivo tun sich bodenlose seelische Abgründe auf.

Es sind immer wieder die Hörner, die dem romantischen Klangkolorit Kraft und Wärme geben. Mehr noch als für die Sinfonie gilt dies für das Konzertstück F-Dur op. 86, in dem Schumann dem großen Orchester eine kompakte Gruppe von vier Hörnern konzertierend gegenüberstellt. Für die Horngruppe der Duisburger Philharmoniker ist das natürlich ein Fest – und zugleich ein Abschiedsgruß an den Solo-Hornisten Ioan Ratiu, der sich mit diesem Konzert nach über 30 Jahren aus den Reihen des Orchesters in den Ruhestand verabschiedet. Weit über die Region hinaus wird der aus Rumänien stammende Bläser als Solist und Kammermusiker hoch geschätzt. Als langjähriger Dozent der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf hat er überdies vielen jungen Hornisten in die Orchesterkarriere verholfen.

Mit dem Horn hat auch Constantin Trinks seine musikalische Laufbahn begonnen. Später tauschte er das glänzende Instrument gegen den dürren hölzernen Taktstock ein, mit dem er es freilich in der musikalischen Welt weit gebracht hat: Nach drei Jahren als GMD am Staatstheater Darmstadt widmet sich Constantin Trinks inzwischen wieder einer weit gespannten Gastiertätigkeit, die ihn regelmäßig an die Opernhäuser von München, Paris, Dresden und Berlin führt. Mit Johann Strauß’ „Kaiserwalzer“ eröffnet er den Abend in der rauschenden Ballatmosphäre des alten Habsburgerreiches.

Constantin Trinks Dirigent

Constantin Trinks Dirigent

Hornquartett der Duisburger Philharmoniker

Hornquartett der Duisburger Philharmoniker

In dieser Saison illustrieren Fotoarbeiten von Franck Pizzoferrato die Philharmonischen Konzerte.

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