Toccata 3

Elena Morozova Orgel

Aus Perm, Duisburgs Partnerstadt am Fuße des Urals, kommt die junge russische Organistin Elena Morozova, die bei mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich war. Nach einem Klavierstudium an der Fachschule für Musik in Kirov wechselte sie an das Staatliche Kulturinstitut in Perm, wo sie ein Bachelor- und Masterstudium im Fach Orgel absolvierte – mittlerweile leitet sie hier selbst eine Orgelklasse. Workshops und Meisterkurse bei führenden Persönlichkeiten der europäischen Orgelszene rundeten ihre Ausbildung ab.

Originalität und Entdeckerfreude sprechen aus dem Programm, mit dem die junge Musikerin in Duisburg gastiert. Den Namen des Magdeburger Komponisten August Gottfried Ritter dürften nur eingeschworene Orgelfans kennen; auch Präludium und Fuge g-Moll des blutjungen Johannes Brahms (im Nachlass Clara Schumanns gefunden) sind eine ausgesprochene Rarität auf der Orgelempore.

Ein Zentralwerk im Repertoire der Organisten dagegen ist das monumentale Tandem aus Prä­ludium und Fuge e-Moll, das Johann Sebastian Bach in seiner Zeit als Leipziger Thomaskantor schrieb. Denkbar weit entfernt von der apokalyptischen Wucht dieser Musik wiederum sind die charmanten Miniaturen aus Peter Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“, die Elena Morozova teilweise selbst für ihr Instrument adaptierte.

Die Eule-Orgel in der Philharmonie Mercatorhalle ist ein Geschenk der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung

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