„Schläft ein Lied in allen Dingen“

Stephan Dreizehnter Flöte

Anja Schröder Violoncello

Dirk Wedmann Klavier

Rupert J. Seidl Rezitation

Knapp 50 „Lieder ohne Worte“ hat Felix Mendelssohn Bartholdy komponiert, verteilt auf acht Bücher, und hat damit eine romantisch-lyrische Form erfunden, die schon damals schnell ungeheuer beliebt wurde. Voller Poetik erzählen diese kostbaren Miniaturen, die im Original meist für Klavier entstanden sind, Kurzgeschichten ohne Worte. Im Konzert trifft die Poesie der Klangjuwelen Mendelssohn Bartholdys dabei auf die Lyrik von Dichter:innen wie Annette von Droste-Hülshoff, Joseph von Eichendorff, Karoline von Günderrode und Heinrich Heine, deren liedhafte Verse wie Gesang ohne Töne anmuten. So wird der Film- und Theaterschauspieler Rupert J. Seidl beim Rezitieren zum Sänger – und die Musiker:innen erzählen eloquent Geschichten. Einem „Lied ohne Worte“ und einem „Elfenreigen“ begegnen wir außerdem im Klaviertrio d-Moll, das hier in einer vom Komponisten selbst angefertigten Fassung mit Flöte statt Violine erklingt.

Foto Opernfoyer: André Symann