
KonzertMeditation
KOMED 1
Maurice Dickson
Michael Gees Kuration | Moderation |Klavier
Maurice Dickson und ich sind einander erstmals in „meinem“ Revier begegnet, im Consol Theater, der weit gereiste Mann war zufällig und aus Gelegenheit in mein Konzert geraten. Warum? Weil eine seiner drei „Kreativbuden“, nämlich die mitteleuropäische, nur einen Steinwurf entfernt liegt, in Gelsenkirchen-Bismarck, ausgerechnet. Aber obwohl die Frage angesichts dieses schier unglaublichen Zufalls schon damals in der Luft lag: Ich hätte mir ein Zusammenwirken damals nicht vorstellen können. Irish Folk ist ein anderer Stern. Dachte ich. Und nun spielen wir schon zum dritten Mal zusammen …
KOMED ist ein Format zur gemeinschaftlichen Spontanerfindung zeitgenössischer Musik. Im Text, im Geräusch, im Moment erlauschen wir Töne, legen sie unter die Lupe der Aufmerk- samkeit (Meditation) und bilden Zusammen- hänge.
Wir verpflichten uns, für die Dauer etwa einer Stunde etwas miteinander anzufangen, in Beziehung zu bleiben und uns führen zu lassen von der als gemeinsam erkannten Idee. Jedes akustische Ereignis gilt und trägt zum Ganzen bei. Jederzeit darf das Unerwartete eintreten und uns zur Integration herausfordern. Im Idealfall, also gar nicht mal so selten, entdecken wir Musik, auf die niemand von uns allein gekommen wäre. Anwesende erleben sich selbst und einander zunehmend als Mitwirkende: Ohne sie und ihr intentionales Hören wäre nichts erklungen. Denn wer wollte die Gegenwart bezeugen, wenn nicht die, die dabei sind?
„Meet the Artists“ im Anschluss an jedes Konzert.
Foto Michael Gees: Leander Gabriel Liebe



