Anna Malikova
Nami Ejiri
Dmitry Kalashnikov
Vladimir Soultanov
Anna Malikova · Nami Ejiri · Dmitry Kalashnikov · Vladimir Soultanov

Tastentänze

Anna Malikova Klavier

Nami Ejiri Klavier

Dmitry Kalashnikov Klavier

Vladimir Soultanov Klavier

40 Finger, 8 Füße, 352 Tasten. Schon die nackte Statistik dieses Konzerts nimmt sich geradezu gigantisch aus. Und gigantisch dürfte auch der Spaß sein, den dieser Abend dem Publikum in der Philharmonie Mercatorhalle bereitet. Natürlich ist immer ein bisschen Sensationseffekt im Spiel, wenn vier der mächtigen, hochglanzpolierten Konzertflügel das Podium füllen. Allerdings stehen hier pianistisch wie musikalisch durchaus anspruchsvolle Stücke auf den Pulten, die nicht nur die Virtuosität, sondern auch die kammermusikalische Feinabstimmung fordern. Dafür hat Anna Malikova, Duisburgs „Artist in Residence“ der Spielzeit 2019/2020, drei gute Freunde und langjährige Musizierpartner eingeladen.

Bachs a-Moll-Konzert für vier Klaviere ist eigentlich die Bearbeitung eines Vivaldi-Concertos für vier Violinen, dessen mitreißende motorische Energie der Thomaskantor kongenial auf die Tasten übertragen hat. Originalwerke sind dagegen die beiden Quartette von Carl Czerny, der neben zahllosen Klavier­etüden auch eine Reihe eleganter, auf populären Opernmelodien basierender Stücke geschrieben hat. Peter Tschaikowskys tönende Postkartengrüße aus dem sonnigen Süden wurden von Eduard Langer für acht Pianistenhände eingerichtet. Der deutschstämmige Pianist und Komponist wirkte am Moskauer Konservatorium und hat zahlreiche Orchesterwerke seines berühmten Kollegen in ein wohlklingendes Hand­gemenge verwandelt.

Foto Anna Malikova: Andrey Weyers

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