Liebeszauber

3. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Axel Kober Dirigent

Marina Heredia Gesang
– Artist in Residence –

Rocco Rescigno Posaune

Axel Kober · Foto: Susanne Diesner

Axel Kober Dirigent
Foto: Susanne Diesner

Marina Heredia Gesang · Foto: Álvaro Yus Fernández

Marina Heredia Gesang
Foto: Álvaro Yus Fernández

Rocco Rescigno Posaune · Foto: Mischa Blank

Rocco Rescigno Posaune
Foto: Mischa Blank

Von der dunkel glühenden Leidenschaft des andalusischen Cante jondo war der Komponist Manuel de Falla zeitlebens fasziniert. In seinem Ballett „Der Liebeszauber“ aus dem Jahr 1915 sind mehrere dieser Gesänge in eine impressionistisch gefärbte Orchesterpartitur eingewoben – ein stilistischer Gegensatz, der den besonderen Reiz des Stückes ausmacht. Für die Flamenco-Sängerin Marina Heredia, Artist in Residence der Duisburger Philharmoniker, bietet das Stück die Gelegenheit, die folkloristische Basis der Musik freizulegen: „Das klingt total anders, wenn es statt von einer klassischen Sängerin von einer Flamenco-Sängerin gesungen wird.“

Es geht um Eifersucht. Eine junge Frau wird vom Geist ihres toten Geliebten bedrängt, der ihr keine neue Verbindung erlauben möchte. Solche Probleme stellen sich in der sachlichen Beziehungsmechanik der deutschen 1920er-Jahre natürlich nicht: Um sich scheiden lassen zu können, engagiert in Paul Hindemiths Oper „Neues vom Tage“ ein zerstrittenes Ehepaar einen professionellen „Scheidungsgrund“ – in Gestalt des „schönen Herrn Hermann“. Unnötig zu sagen, dass am Ende alles ganz anders kommt …

GMD Axel Kober leitet ein Programm, das furios zwischen Konzertsaal und Tanzboden changiert und dabei ganz unterschiedliche Spielarten der klassischen Moderne vorstellt. Solist im Posaunenkonzert des Franzosen Henri Tomasi ist Rocco Rescigno, Solo-Posaunist der Duisburger Philharmoniker. Als ausgewiesener Experte der Moderne hat der Italiener bereits mehr als 40 Kompositionen aus der Taufe gehoben. Tomasis beschwingtes, vom Jazz inspiriertes Werk hat Rocco Rescigno kürzlich mit den Duisburger Philharmonikern als Videoprojektion eingespielt. Das Urteil der Marseiller Tomasi-Gesellschaft: „Magnifique!“

Eingestellt unter Ausgezeichnet! Philharmonische Konzerte | Zurück zur Startseite