Geschmeidige Giganten

Geschmeidige Giganten

10. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Benjamin Shwartz
Dirigent

Boris Giltburg
Klavier
– Artist in Residence –

10. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Benjamin Shwartz Dirigent · Foto: Jennifer Hui Bon Hoa

Benjamin Shwartz Dirigent
Foto: Jennifer Hui Bon Hoa

10. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Boris Giltburg Klavier · Foto: Sasha Gusov

Boris Giltburg Klavier
Foto: Sasha Gusov

Ein „Konzert für Orchester“? Fehlt da nichts? Normalerweise deutet der Werktitel „Konzert“ auf den prominenten Einsatz eines Soloinstruments hin, auf virtuosen Schaulauf und animierten Schlagabtausch. Beides gibt es auch in Béla Bartóks populärstem Orchesterwerk – nur ist es eben nicht ein einzelner Solist, der hier dem Kollektiv gegenübersteht. Der Komponist lässt vielmehr die orchestralen Gruppen selbst in geschmeidigem Wechsel hervortreten und gibt ihnen Gelegenheit zur wirkungsvollen Selbstdarstellung. Damit schlägt Bartók zugleich einen Bogen zur Musizierpraxis des Barock und zum Jazz – wahrhaftig ein kühner Ansatz, der nicht wenig zum Welterfolg des brillanten Werkes beigetragen hat. Nichts in dieser funkensprühenden Musik kündet von den Schwierigkeiten, die der greise, kranke Komponist 1943 im amerikanischen Exil zu erdulden hatte. Stattdessen findet Bartók am Ende seines schöpferischen Weges noch einmal zu einer überwältigenden Vitalität und Jugendfrische.

Mit diesem größten Bravourstück der klassischen Moderne meldet sich Benjamin Shwartz in Duisburg zurück. Im September 2010 hatte der in Israel und den USA aufgewachsene Dirigent hier mit einer – so die Rheinische Post – „beeindruckend idiomatischen“ Mahler-Aufführung geglänzt, die das Orchester „zu einer Höchstleistung inspirierte“. 2013 wurde Benjamin Schwartz auf die Chefposition beim Sinfonieorchester des Nationalen Musikforums Breslau berufen.

Pianistische Brillanz in diesem philharmonischen Konzert garantiert der aus Russland stammende, in Israel lebende Boris Giltburg. Das Fachmagazin FonoForum rühmt den „Artist in Residence“ der Duisburger Philharmoniker als einen Künstler, „dessen Interpretationen im Vergleich mit Größen wie Vladimir Ashkenazy oder Claudio Arrau bestehen können“.

Bitte beachten Sie, dass gegenüber dem gedruckten Jahresprogramm „play“ das Programm geändert werden musste.

Das Projekt „Artist in Residence“ wird gefördert von der Evonik-Stiftung

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