Farben 2: Lichtblau

Farben 2: Lichtblau

Musik und Poesie des 20. und 21. Jahrhunderts

Mitglieder der Duisburger Philharmoniker
Flöte, Viola, Harfe und Schlagzeug

Kunsu Shim, Gerhard Stäbler
Rezitation und Performance

Farben sind das Besondere im Alltäglichen, die persönliche Note im Aussehen, das Charakteristische beim Sprechen, das Typische im Umgang mit einem Gegenüber. Deshalb stehen sie auch in der Musik für den Ausdruck innerster Empfindungen. Der Ton gibt dem Satz seinen eigentlichen Gehalt, so wie die Klangfarben dem musikalischen Geschehen seine Bedeutung geben. Die neue Reihe „Farben“ der Duisburger Philharmoniker in Kooperation mit dem EarPort des Duisburger Innenhafens verbindet klangliche Farbnuancen und Charaktere in der Musik mit Poesie und performativen Elementen. Die künstlerischen Leiter des EarPorts, die Komponisten Kunsu Shim und Gerhard Stäbler, kombinieren in den beiden ersten Abenden der Reihe Musik mit Poesie und Performances; dabei richten jeweils spezifische Farben ein besonderes Licht auf emotionale Vorgänge im Menschen und seinem gesellschaftlichen Umfeld. Diese Farben sind zugleich Bezugspunkt und Inspirationsquelle für die ausgewählten Programme – so werden Hören und Sehen zu einem umfassenden sinnlichen und Sinn stiftenden Erlebnis. Flankiert wird die neue Reihe von einer einwöchigen „Hörschule“, die sich an junge und erwachsene Teilnehmer richtet (nach Voranmeldung).

Kunsu Shims kompositorisches Schaffen ist von seiner Aktivität als Performance-Künstler in der Tradition des Fluxus nicht zu trennen. In seiner Klangsprache verschmelzen die Ideen der experimentellen amerikanischen Musik und der deutschen Avantgarde mit einer von der Kunst und Philosophie Ostasiens geprägten Konzentration auf das Wesen von Klang und Stille. Gleichermaßen prägend ist seit Beginn der 1990er Jahre die Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Gerhard Stäbler, die vom originären Konzept der Performance-Musik bis hin zu gemeinsamen Kompositionen reicht.

Gerhard Stäbler, Träger des Musikpreises der Stadt Duisburg 2003, tritt seit über 40 Jahren mit Werken hervor, die avancierte kompositorische Techniken mit einem ausgeprägten gesellschaftspolitischen Engagement verbinden. Seit seiner Studienzeit in Essen ist Stäbler dem Ruhrgebiet verbunden, was er immer wieder durch Großprojekte in der Region und für die Region bekundet. Mit dem EarPort im Duisburger Innenhafen haben Gerhard Stäbler und Kunsu Shim 2000 ein bedeutendes Zentrum für die musikalische Avantgarde geschaffen, das darüber hinaus als Stätte der Begegnung mit anderen Künsten dient.

Adresse für alle Veranstaltungen:
EarPort im Duisburger Innenhafen
Philosophenweg 17a, 47051 Duisburg

Foto: Martin Faller

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