
Einladung zum Tanz
Alexandra Bartfeld Orgel
Aller guten Dinge sind drei: Eigentlich hätte Alexandra Bartfeld bereits 2022 und 2023 am Tisch der Eule-Orgel Platz nehmen sollen, doch musste sie diese Auftritte leider krankheitsbedingt absagen. Nun kommt sie für die lange geplante Toccata endlich nach Duisburg – mit einem Programm, in dem sie die Tasten und Pedale der Königin der Instrumente zum Tanzen bringt. Vor allem die höfische Barockmusik in Frankreich huldigte dem Tanz, sozusagen dem Ursprung der Musik, in den unterschiedlichsten Formen. Aber auch über den Barock und die Grenzen Frankreichs hinaus ließen Tonschöpfer:innen sich von den mitreißenden Rhythmen und der urwüchsigen Kraft des Tanzes inspirieren. Am Übergang von der Renaissance zum Barock schrieb der deutsche Komponist und Organist Michael Praetorius etwa seine beschwingte Bourrée, die ihren Ursprung in einem schnellen französischen Volkstanz hat. Von der blinden Pianistin und Komponistin Maria Theresia Paradis spielt Alexandra Bartfeld eine Sicilienne, deren sanft punktierter Rhythmus dem Charakter eines Wiegenlieds entspricht. Johann Pachelbel steuert eine Chaconne zum Programm bei, die sich aus einem frivolen spanischen Tanz des 16. Jahrhunderts entwickelt hat. Den Schlusspunkt setzt der für die glorreiche französische Orgeltradition stehende Camille Saint-Saëns mit seinem makabren Totentanz.
Foto Alexandra Bartfeld: Valeriia Bartfeld



