Alexander Lonquich

Alexander Lonquich Klavier

Höchste Zeit, dass Alexander Lonquich mit einem Klavierabend bei den Duisburger Kammer­konzerten gastiert. Als Partner der „Artists in Residence“ Carolin Widmann und Nicolas Altstaedt hat man ihn hier bereits in all seiner pianistischen Brillanz, musikalischen Einsicht und fesselnden Darstellungskraft erleben können. Alexander Lonquich stammt aus Trier und lebt seit langem in Florenz. Hier betreibt er gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Pianistin Cristina Barbuti, ein Atelier, in dem Themen der Psychologie, der Musik und des Theaters durch Workshops, Seminare und Konzerte vertieft werden. Dieser ganzheitliche, über die Grenzen der Musik weit hinausgehende Ansatz ist typisch für diesen viel­seitig gebildeten und interessierten Künstler, der auch in seinen Programmen gerne über den Tellerrand des konventionellen Klavier-Repertoires hinausblickt.

In Duisburg erkundet er zunächst spannende Querverbindungen über Epochen- und Länder­grenzen hinweg. Da kommen sogar der eher klavierfremde Sinfoniker Anton Bruckner und der komponierende Philosoph Theodor W. Adorno zum Zuge. Im Zentrum des zweiten Teils steht Beethovens letztes Klavier­werk, die Diabelli-Variationen – eine Musik, die beständig zwischen bizarrem Spott und abgründiger Tiefe changiert und heute noch so rebellisch und exzentrisch wirkt wie vor 200 Jahren.

Foto: cecopato photography

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