1. Serenadenkonzert

studio-orchester duisburg

Peter Wuttke Leitung

Nicht nur zu Mozarts und Beethovens Zeiten, auch in den Jahren um 1870 traten sich in Wien die musikalischen Genies förmlich auf die Füße: ein Kaleidoskop der unterschiedlichsten Charaktere. Während der Selbstzweifler Anton Bruckner nicht wahrhaben wollte, dass er mit seiner „Nullten“ – der schon bald zurückgezogenen ursprünglich „ersten“ Sinfonie – ein Meisterwerk geschaffen hatte, revolutionierte der norddeutsche Wahl-Wiener Johannes Brahms mit seinen „Haydn-Variationen“ das Gebiet der sinfonischen Variationen. Dem Werk des jeweils anderen standen beide skeptisch gegenüber, einig waren sie sich hingegen in ihrer Verehrung für den „Walzerkönig“ Johann Strauß, der nicht zuletzt als Schöpfer der „Operette aller Operetten“, der „Fledermaus“, aus dem Wiener Musikleben nicht wegzudenken ist.

Foto Abtei Hamborn: André Symann