Wien – Paris – New York

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12. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Ariane Matiakh
Dirigentin

Frank Dupree
Klavier

12. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Ariane Matiakh Dirigentin · Foto: Marco Borggreve

Ariane Matiakh Dirigentin
Foto: Marco Borggreve

12. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Frank Dupree Klavier · Foto: Rosa Frank

Frank Dupree Klavier
Foto: Rosa Frank

Als George Gershwin Mitte der zwanziger Jahre durch Europa reiste, klopfte er auch bei Maurice Ravel in Paris an – mit der Bitte um Kompositionsunterricht. Aber Ravel lehnte ab: „Warum wollen Sie ein zweiter Ravel werden, wenn Sie ein erster Gershwin sein können?“ Der Amerikaner hatte zu dieser Zeit bereits mehrere Welthits geschrieben, war sich seiner musikalischen Fähigkeiten aber keineswegs sicher. Bevor er 1925 das Klavierkonzert F-Dur in Angriff nahm, studierte er noch eifrig ein Buch über Instrumentation. Das Ergebnis lässt von diesen Skrupeln allerdings nichts ahnen: Die romantische Virtuosentradition wird hier mit Jazzrhythmen und bluesgetränkten Harmonien effektvoll belebt; im geschmeidigen Orchesterklang finden Rachmaninow und der Broadway mühelos zusammen.

Schon im März 2016 hatte sich der Pianist Frank Dupree in Duisburg mit einem jazzinspirierten Werk vorgestellt, Leonard Bernsteins „The Age of Anxiety“. Der 1991 in Rastatt geborene Musiker wurde bei 60 nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. 2014 war er einziger Preisträger des 40. Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn. Als Solist konzertierte Frank Dupree unter anderem mit dem SWR Sinfonieorchester Kaiserslautern, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, dem Beethoven-Orchester Bonn und dem Minnesota Symphony Orchestra.

Seit sie 2006 kurzfristig für den erkrankten James Conlon in Montpellier einsprang, ist die französische Dirigentin Ariane Matiakh auf steilem Erfolgskurs. Opernproduktionen in Berlin, Graz und Straßburg brachten ihr ebenso hohe Anerkennung wie Konzertauftritte mit dem WDR Sinfonieorchester, den Dresdner Philharmonikern oder dem Orchestre du Capitole de Toulouse. Ihr Duisburger Debüt eröffnet sie mit Francis Poulencs Ballettsuite „Les animaux modèles“ („Die vorbildlichen Tiere“). Hier wird altfranzösischen Tierfabeln ein höchst skurriler neuer Sinn verpasst. Deutlich schwerere Kost ist fraglos Anton Bruckners Sinfonie Nr. 6, auch wenn der Meister sich nirgends so schwungvoll und optimistisch präsentiert wie in dem 1883 uraufgeführten Werk.

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