Quatuor Diotima

Quatuor Diotima:

Yun-Pen Zhao Violine

Constance Ronzatti Violine

Franck Chevalier Viola

Pierre Morlet Violoncello

Sie ist die starke Frau, die den schwärmerischen Helden zur Tat verführt: Diotima, die weibliche Hauptfigur aus Friedrich Hölderlins „Hyperion“, wurde 1996 von vier AbsolventInnen des Pariser Conservatoire als Patin erwählt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten schon spielt das Quatuor Diotima in der Spitzenklasse der Streichquartett-Zunft und hat sich insbesondere durch seinen Einsatz für die Neue Musik große Verdienste erworben. Es sind vor allem die klang­sinnlich ausgefeilten Werke der französischen Avantgarde, mit denen das Quartett immer wieder begeistert – so wie das Streichquartett des 1960 geborenen Pariser Komponisten Jean-Luc Hervé, das die vier 2018 aus der Taufe gehoben haben.

Aber auch der klassische Quartettkanon liegt beim Quatuor Diotima in besten Händen. Für seine Einspielung der beiden Quartette von Leoš Janáček erhielt das Ensemble den begehrten Schallplattenpreis Diapason d’or. In Duisburg spielen sie das erste, das von Leo Tolstois Novelle „Die Kreutzersonate“ inspiriert wurde – dem literarischen Psychogramm einer zerrütteten Ehe. Aus Beethovens letzter Schaffens­phase stammt das große B-Dur-Quartett, dessen lyrischer fünfter Satz 1977 als Tonaufnahme in die Raumsonde Voyager 2 gelegt wurde, um fernen Zivilisationen als Beispiel für die menschliche Kultur zu dienen.

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