Verleihung des Musikpreises der Stadt Duisburg 2015 an Martin Schläpfer

Musikpreis der Stadt Duisburg 2015

Martin Schläpfer

Preisverleihung durch Sören Link,

Oberbürgermeister der Stadt Duisburg

Manuel Brug Laudatio

Mitglieder des Ballett am Rhein und

Mitglieder der Duisburger Philharmoniker

Künstlerische Umrahmung

Karten 5,00 &euro, keine Ermäßigung.

Interessierte Musikfreunde sind herzlich eingeladen! Die Karten sind ab Mo 16. November 2015 im Servicebüro im Theater Duisburg erhältlich!

Wenn das Fachmagazin „Tanz“ alljährlich seine Autoren nach den besten Produktionen, Kompanien und Choreografen der Spielzeit fragt, landen Martin Schläpfer und das „Ballett am Rhein“ regelmäßig auf den vordersten Plätzen. 2013 und 2014 wurde das Ballettensemble der Deutschen Oper am Rhein gleich zweimal in Folge zur „Kompanie des Jahres“ gekürt. Es ist ein Team, in dem sich – so der Berliner Kritiker Manuel Brug – „tänzerische Sorgfalt mit kluger Repertoirepolitik paart, überstrahlt von einem eigenwilligen Schöpfergeist in der Gestalt von Martin Schläpfer.“

Unter der Leitung des Schweizer Tänzers und Choreo­grafen hat sich das „Ballett am Rhein“ eine Spitzen­position in der internationalen Tanzszene erworben. Seine Ballettabende, die meist aus kürzeren, dicht strukturierten und stilistisch ausgefeilten Arbeiten geformt sind, stehen aber keineswegs nur bei der Fachpresse, sondern auch beim Publikum in hoher Gunst. Dabei macht es Martin Schläpfer seinen Besuchern keineswegs immer leicht – auch nicht bei der Auswahl der Musik. Mal sind es die eher tanzfernen Schwergewichte der romantischen Sinfonik, dann wieder hochkomplexe Partituren der Neuen Musik, aus denen er seine individuellen Bewegungsideen ent­wickelt. Wo andere Choreografen ihren Stücken die Musik eher als Folie unterlegen, schöpft Martin Schläpfer ganz unmittelbar aus dem Klang, der inneren Motorik und dem Ausdrucksspektrum der vertanzten Werke.

Zu den herausragenden Projekten, die Martin Schläpfer mit dem „Ballett am Rhein“ realisierte, gehören Choreo­grafien zu Witold Lutosławskis Sinfonie Nr. 3, Franz Schuberts „Forellenquintett“ und Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ – letztere wurde 2012 mit dem Theaterpreis „Faust“ ausgezeichnet. Mit Jean-Philippe Rameaus Ballettoper „Castor et Pollux“ übernahm Martin Schläpfer 2011 erstmals auch eine Opernregie an seinem Stammhaus. Nachdem er bereits 2012 für „The Old Man and Me“ als Tänzer auf die Bühne zurückgekehrt war, kreierte Hans van Manen 2014 im Ballettabend b.21 erstmals eine Uraufführung für ihn und Mitglieder seiner Kompanie.

Martin Schläpfer wurde 1959 als Sohn einer Aargauer Bauernfamilie in Altstätten geboren. Seine Tanzausbildung absolvierte er in St. Gallen und London, danach wirkte er mehrere Jahre lang als Solotänzer in Heinz Spoerlis legendärer Ballettkompanie am Stadttheater Basel. Nach Chefpositionen in Bern und Mainz übernahm er 2009 die Leitung des „Balletts am Rhein“. 2013 wurde ihm die Nachfolge Vladimir Malakhovs beim Berliner Staatsballett angetragen. Dieses zweifellos ehrenvolle Angebot lehnte Martin Schläpfer indes ab – zur großen Erleichterung der Ballettfreunde an Rhein und Ruhr.

Der Duisburger Musikpreis wurde erstmals 1990 ver­liehen. Er gilt herausragenden Leistungen im Bereich der Musik und des Musiktheaters.

Eine Übersicht über die Preisträger finden Sie hier >>

Foto: Stephan Wieland

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