LOST

LOST

Artist in Residence

Spielzeit 2016/2017

Nach einem Film von Federico Fellini, der nicht gedreht wurde
(„Die Reise des Giuseppe Mastorna“)

Nicolas Altstaedt Violoncello

Hauschka präpariertes Klavier

Streicherensemble der Duisburger Philharmoniker

Als er bei einem tosenden Schneesturm in New York notlanden musste, kam Federico Fellini die Idee zu einem neuen Film: „Die Reise des ­Giuseppe Mastorna“. Hier ist es ein italienischer Cellist, der nach einer Notlandung in seine Heimat zurück­kehren möchte. Dabei gerät er in ein bizarres Szenarium: Im Hotel kann er sich nicht ausweisen, die Telefonverbindungen nach Italien sind gekappt. Er begegnet Menschen, die ihm irgendwie bekannt vorkommen – aber sie sind alle schon tot. Es ist die Geschichte einer metaphysischen Reise ins Jenseits. Die Drohung eines Wahrsagers („Das wird ihr letzter Film sein!“) und das Bewusstsein seiner tödlichen Krankheit ließen Fellini Abstand von dem Projekt nehmen. Nur wenige Monate später, am 31. Oktober 1993, starb der große Zauberer des modernen Kinos in Rom.

Nicolas Altstaedt, von der Sogkraft des Drehbuches fasziniert, hat den entdeckungsfreudigen Komponisten, Pianisten und Klangkünstler Hauschka angeregt, sich mit instrumentalen Mitteln auf ­Fellinis Spuren zu begeben. Die musikalische Umsetzung soll die Sehnsucht zum Ausdruck bringen, nach dem Tod ins Leben zurückzukehren und jene Menschen zu treffen, die man am meisten liebte. Die Perspektive auf das Leben aus dem Jenseits heraus mahnt gleichzeitig daran, die Zeit zu schätzen: im Hier und Jetzt. So entsteht ein reicher und fruchtbarer Kontext, in dem Einsamkeit, Sehnsucht und Erfüllung einander gegenüberstehen.

In den „Klangproben“ finden Sie ein Interview mit unserem „Artist in Residence“ Nicolas Altstaedt >>

Das Projekt „Artist in Residence“ wird gefördert von EVONIK

Foto: Marco Borggreve

Eingestellt unter Ausgezeichnet! | Zurück zur Startseite