In der Weite des Himmels

In der Weite des Himmels

5. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Michele Gamba
Dirigent

Radek Baborák
Horn

Ioan Ratiu
Horn

5. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Michele Gamba Dirigent

Michele Gamba Dirigent
 

5. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Radek Baborák Horn · Foto: Ondrej Pycha

Radek Baborák Horn
Foto: Ondrej Pycha

5. Philharmonisches Konzert 2017/18 · Ioan Ratiu Horn

Ioan Ratiu Horn
 

Franz Schubert ruhte bereits seit über zehn Jahren auf dem Wien-Währinger Vorortfriedhof, als der junge Felix Mendelssohn Bartholdy seine „große“ C-Dur-Sinfonie am 21. März 1839 in einem Leipziger Gewandhauskonzert aus der Taufe hob. Robert Schumann hatte die nachgelassene Partitur kurz zuvor eher zufällig bei Schuberts Bruder Ferdinand in Wien aufgestöbert – und sofort gesehen, welchen Schatz er da in Händen hielt. Natürlich schlachtete Schumann den Coup in seiner „Neuen Zeitschrift für Musik“ nach Kräften journalistisch aus. In dem berühmten Artikel findet sich auch das fatale Wort von den „himmlischen Längen“, das dem Stück seither als vergiftetes Lob anhängt. Tatsächlich gelingt Schubert in seinem sinfonischen Vermächtnis eine weiträumig-visionäre Formkonzeption, die bereits auf Anton Bruckner und Gustav Mahler vorausweist.

Assistenzen an der Hamburgischen Staatsoper und Covent Garden in London haben den jungen italienischen Dirigenten Michele Gamba schon früh ins Licht der internationalen Opernszene gerückt. 2015 debütierte er mit Mozarts „Figaro“ sehr erfolgreich an der Berliner Staatsoper. Auch an der Mailänder Scala, dem Musentempel seiner Heimatstadt, stand er bereits mehrfach am Pult. Michele Gamba präsentiert Schuberts Musik im Spannungsfeld der Epochen: Einen Ausblick auf die Stimmungskunst der Romantik bietet Mendelssohns Konzertouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“ – nach einem Goethe-Text, den übrigens auch der junge Franz Schubert vertonte. Das Erbe der Wiener Klassik wird durch ein Konzert für zwei Hörner vertreten, das man lange Zeit Joseph Haydn zugeschrieben hat, obwohl die Autorschaft keineswegs gesichert ist. Das dürfte die Freude an dieser brillanten, festlichen Musik kaum trüben, zumal sie von zwei exquisiten Solisten interpretiert wird: Der Tscheche Radek Baborák hat das Duisburger Publikum in der vorletzten Spielzeit als „Artist in Residence“ mit seiner temperamentvollen Bravour begeistert; sein rumänischer Kollege Ioan Ratiu wirkte mehr als 30 Jahre lang als Solo-Hornist der Duisburger Philharmoniker.

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