Kai & Friends Vol. 4

Six Pianos

Gregor Schwellenbach Klavier

John Kameel Farah Klavier

Erol Sarp Klavier

Daniel Brandt Klavier

Paul Frick Klavier

Kai Schumacher Klavier

Ensemble der Duisburger Philharmoniker

Ursprünglich hatte Steve Reich ein Stück geschrieben, das alle Instrumente eines New Yorker Klaviergeschäfts gleichzeitig zum Klingen brachte – aber dann war ihm das Ergebnis doch ein bisschen zu massiv. Also reduzierte er die Besetzung auf sechs Klaviere: „Six Pianos“. Das 1973 komponierte Stück ist ein typischer Vertreter der amerikanischen Minimal Music. Eine kurze rhythmisch-melodische Figur durchläuft eine Reihe von Wiederholungen und Variationen, wobei die Musiker teils synchron, teils um einige Takte versetzt spielen. Ihre Einzelbeiträge gehen in einer Art musikalischem Mandala auf, das die Hörer in eine meditative Stimmung versetzt.
Ein Kultstück der „Minimal Music“ ist auch Terry Rileys „In C“, bei dem die Pianisten von Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker unterstützt werden. Hier sind sowohl die Länge als auch die Besetzung variabel. Jede Aufführung des 1964 komponierten Stücks hat einen eigenen Form­verlauf – die vorhandenen Einspielungen dauern zwischen 20 und 76 Minuten!
Das Projekt „Six Pianos“ entstand 2016 für das Kölner Festival ACHT BRÜCKEN und wurde auch in Berlin, Hamburg und Bonn vor ausverkauften Häusern gespielt. Die sechs Solisten sind Vertreter einer neuen Pianisten-Generation: Sie sind klassisch ausgebildet, pflegen aber auch einen ganz selbstverständlichen Umgang mit zeitgenössischer Pop- und Clubmusik. Alle sechs berufen sich auf Steve Reich, der einen zentralen Einfluss auf ihre Arbeit hatte. Das wird auch in ihren Eigenkompositionen hörbar, die das Projekt ergänzen.

Foto: Bundeskunsthalle / Bildkraftwerk

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