Eine Sinfonie für Salzburg

Eine Sinfonie für Salzburg

1. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Jan Willem de Vriend Dirigent

Tanja Tetzlaff  Violoncello

1. Philharmonisches Konzert 2018/19 · Jan Willem de Vriend Dirigent · Foto: Michiel van Nieuwkerk

Jan Willem de Vriend Dirigent
Foto: Michiel van Nieuwkerk

1. Philharmonisches Konzert 2018/19 · Tanja Tetzlaff Violoncello · Foto: Giorgia Bertazzi

Tanja Tetzlaff Violoncello
Foto: Giorgia Bertazzi

Von wegen Honeymoon! Kaum hatte Wolfgang Amadeus Mozart am 4. August 1782 seine Braut Constanze Weber in Wien zum Traualtar geführt, da eilte er auch schon wieder an den Schreibtisch: Eine Sinfonie musste beendet werden, die der vermögende Salzburger Privatier Sigmund Haffner für die Feier seiner Erhebung in den Adelsstand bestellt hatte. Als der Komponist im folgenden Jahr die Partitur zurückerhielt, hatte er kaum noch Erinnerungen an die Musik, deren Qualität ihn selbst überraschte. Gekürzt und um weitere Bläserstimmen bereichert kam die Sinfonie im Herbst nun auch an Mozarts neuer Wirkungsstätte zur Aufführung.

In ihrer bewundernswerten Balance von gelöstem Musiziergeist und konzentrierter motivischer Arbeit gilt die „Haffner-Sinfonie“ als Musterbeispiel für die Ästhetik der Wiener Klassik. So verstand sie wohl auch der 16-jährige Franz Schubert, als er 1813 seine erste Sinfonie in Angriff nahm – die Parallelen zwischen den langsamen Sätzen beider Werke sind jedenfalls unüberhörbar. Ihr Zusammentreffen im Eröffnungskonzert der neuen philharmonischen Spielzeit hat Jan Willem de Vriend arrangiert, der sich dem Duisburger Publikum erstmals im Juni 2010 vorstellte. „Sensationell stilsicher, diszipliniert und lebensprall“ – so die Rheinische Post – hatten die Duisburger Philharmoniker damals unter Leitung des niederländischen Dirigenten gespielt, der mit dem „Combattimento Consort Amsterdam“ über mehr als 30 Jahre hinweg ein Spitzenensemble der historischen Aufführungspraxis geleitet hat. Deren Prinzipien blieb der entdeckungsfreudige Musiker auch weiterhin eng verbunden, als er 2006 die Leitung des renommierten Residentie Orkest Den Haag übernahm.

Der Franzose Camille Saint-Saëns konnte sich 1872 bei der Komposition seines ersten Cellokonzerts gleichfalls auf große Vorgänger berufen. Die Verdichtung des traditionell dreisätzigen Virtuosenkonzerts zur thematisch geschlossenen Bogenform hatten bereits Franz Liszt und Robert Schumann erprobt.

Anstelle der erkrankten Harriet Krijgh übernimmt Tanja Tetzlaff den Cello-Part im Konzert für Violoncello und Orchester von Camille Saint-Saëns.

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