Beethovens Neunte: An die Freude

5. Philharmonisches Konzert

Duisburger Philharmoniker

Eun Sun Kim Dirigentin

Allison Oakes Sopran

Tara Erraught Mezzosopran

Nikolai Schukoff Tenor

Thorsten Grümbel Bass

philharmonischer chor duisburg

Marcus Strümpe Choreinstudierung

Eun Sun Kim Dirigentin · Foto: Nikolaj Lund

Eun Sun Kim Dirigentin
Foto: Nikolaj Lund

Allison Oakes Sopran · Foto: Fiona MacPherson

Allison Oakes Sopran
Foto: Fiona MacPherson

Tara Erraught Mezzosopran · Foto: Dario Acosta

Tara Erraught Mezzosopran
Foto: Dario Acosta

Nikolai Schukoff Tenor

Nikolai Schukoff Tenor
Foto: N. N.

Thorsten Grümbel Bass · Foto: Andreas Endermann

Thorsten Grümbel Bass
Foto: Andreas Endermann

Marcus Strümpe Choreinstudierung

Marcus Strümpe Choreinstudierung
Foto: N. N.

Der 7. Mai 1824 ist ein Freitag. Das Wiener Theater am Kärntnertor hat sich in Erwartung eines besonderen musikalischen Ereignisses bis auf den letzten Platz gefüllt: „Große Sinfonie, mit im Finale eintretenden Solo- und Chorstimmen, auf Schiller’s Lied, an die Freude.“ Mit geschäftsmäßiger Nüchternheit vermerkt der Programmzettel die Uraufführung der epochalen Novität, für deren Vorbereitung ganze zwei Proben zur Verfügung standen. Chor und Orchester waren, wie üblich, eigens für den Anlass zusammengestellt worden; die beiden Vokal-Solistinnen zählten 18 und 20 Jahre. Wie mag das geklungen haben? Die Allgemeine Musikalische Zeitung vermerkt dazu mit pietätvoller Zurückhaltung, dass es sich um eine „hinsichtlich der Gesangspartie wenigstens noch keineswegs genügsam abgerundete Production“ gehandelt habe.

Der Komponist selbst, seit Jahren ertaubt, konnte weder die Musik hören noch den Jubel, der danach im Saal losbrach. Die Grenzen sprengende und Menschen verbindende Botschaft von Beethovens „Neunter“ hatte das Publikum in Metternichs Polizeistaat ganz unmittelbar erreicht. Und das tut sie noch heute – ganz besonders am Ende eines Jahres, das von Krieg und globaler Spaltung gezeichnet war.

Die Leitung der beiden Aufführungen kurz vor Weihnachten übernimmt eine Dirigentin, die in den letzten Jahren weltweit aufhorchen ließ: Eun Sun Kim, 1980 in Seoul geboren, konnte auf den großen Konzert- und Opernpodien Europas und der USA spektakuläre Erfolge erzielen. Sie dirigierte an den Staatsopern von Wien, München und Berlin; nach ihrem USA-Debüt in Houston wurde sie nach Los Angeles, Washington und an die New Yorker Metropolitan Opera eingeladen. 2021 trat Eun Sun Kim ihr neues Amt als Musikdirektorin der San Francisco Opera an.

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