Cantus Cölln<br />Konrad Junghänel

Cantus Cölln
Konrad Junghänel

9. Kammerkonzert
Wege zu Bach

Cantus Cölln

Konrad Junghänel Leitung

Im November 1705 ging Johann Sebastian Bach 400 Kilometer zu Fuß von Arnstadt nach Lübeck, um „den dasigen berühmten Organisten an der Marienkirche Diedrich Buxtehuden zu behorchen.“

So zumindest steht es in Bachs Leipziger Nachruf von 1750. Der junge Arnstädter Organist dehnte die bewilligte vierwöchige Studienreise aller­dings noch eigenmächtig bis in den Januar des folgenden Jahres aus. Vermutlich interessierte sich Bach auch für die Nachfolge des greisen Kollegen, der bekanntermaßen große Stücke auf ihn hielt. Dazu hätte der Bewerber allerdings – dem damaligen Brauch folgend – Buxtehudes zehn Jahre ältere Tochter heiraten müssen, wozu er vermutlich keine große Lust verspürte. Als Komponist und Organist war Buxtehude Bachs großes Vorbild; er bildete das Haupt jener berühmten norddeutschen Musikerschule, aus der auch Meister wie Nikolaus Bruhns, Matthias Weckmann und Johann Rosenmüller hervorgingen.

Von diesen Komponisten führen vielfältige „Wege zu Bach“, die der Lautenist, Dirigent und Kölner Hochschulprofessor Konrad Junghänel gemein­sam mit seinem preisgekrönten Ensemble Cantus Cölln erkundet. In geistlichen Konzerten, Kantaten und Instrumentalwerken ersteht so jenes eindrucksvolle Traditionsgefüge, an dessen Ende die großen Passionen des Thomaskantors stehen.

Foto: Stefan Schweiger

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